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Die Chevrolet Corvette C1

August 28th, 2010 by admin

Als Auswanderer versuchte Louis Chevrolet im Jahre 1900 in Detroit sein Glück zuerst als Autoverkäufer, bis er dann 1911 zusammen mit seinem Partner William Durandt die Firma Chevrolet gründete.

Vom General Motors Konzern wurde diese später dann sogar zu seiner erfolgreichsten Marke ausgebaut.

Das Corvette Logo setzt sich zusammen aus einer stilisierten Schwertlilie und einer karierten Flagge. Erst war statt der Schwertlilie die amerikanischen Flagge geplant, diese konnte aber nicht verwendet werden, da amerikanische Flaggen auf kommerziellen Produkten verboten sind.

Bis man 1953 die Chevrolet Corvette das erste Mal  in New York präsentierte, sie war nach dem Crosley Hotshot/Supersport erst der zweite rein amerikanische Sportwagen, waren bei Chevrolet nur solide Gebrauchsfahrzeuge gebaut worden.

Von Anfang an stieß die Corvette auf großes Interesse beim Publikum und wurde für die Amerikaner schnell zu einem mindestens ebenso großen Mythos wie der Porsche 911 für Deutschland oder der Ferrari für Italien.

Die Corvette C1 die von 1953 bis 1962 gebaut wurde, hatte eine Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunstharz und die Technik von anderen Chevrolet Modellen. Der Motor war ein leicht veränderter Blue Flame-Sechzylindermotor aus einem Lastwagen, dessen Leistung durch eine höhere Verdichtung und einen Carter-Dreifachvergaser auf 145 PS gesteigert wurde. Den Sprint von 0 auf 100 km/h schaffte die Corvette in beachtlichen 8 Sekunden. Am Anfang standen eine Zweigang-Automatik und ein Handschaltgetriebe zur Wahl, die Verkaufszahlen stiegen aber erst so richtig mit Einführung des Chevrolet V8-Motors, dessen 4,6-Liter-Version Chefingenieur Zora Arkus-Duntov mit einem Dreigang-Schaltgetriebe kombinierte.

1958 wurde die Chevrolet Corvette verlängert und verbreitert und mit Doppelscheinwerfern versehen. Und obwohl eine Motorenpalette von einem V8-Motor mit 230 PS bis zu einem mit 290 P’S und Benzineinspritzung reichte, war die Grundversion mit dem völlig ausreichenden 4,6-Liter-Motor die beliebteste.

Das Fahrzeug, das 1959 auf den Markt kam, war mit seinem Vorgänger fast identisch, es fehlten lediglich die Chromzierleisten am Heck und die großen Lüftungsschlitze auf der Motorhaube.

Bevor die Corvette C1 von der C2 im Jahr 1963 abgelöst wurde, wurde sie ein letztes Mal überarbeitet. Die Front blieb weitestgehend gleich, allerdings wurde das Heck komplett überarbeitet und das klassische Boot-Heck entstand, das in der kompletten C2 Baureihe erhalten blieb und auch bei den C3 Modellen noch erkennbar war.
Briggs Cunningham nahm 1960 mit mehreren Modellen am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil mit dem 8. Platz als bestem Ergebnis.

Chrysler Letter Series

August 21st, 2010 by admin

Die glorreichen Jahre für leistungsstarke Fahrzeuge waren die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg.

In Europa kamen die großen Marken Ferrari, Porsche, Jaguar, Mercedes, Maserati und Aston-Martin auf, aber in den USA wuchs etwas anderes.  Die Muscle Cars wurden geboren. Während GM an der Corvette und Ford an dem Thunderbird arbeiteten, ging Chrysler einen anderen Weg. Die Chrysler Letter Series.

Der Chrysler 300 basierte auf einer zweitürigen Limousine und war für mehrere Jahre das schnellste und stärkste amerikanische Fahrzeug.

Der Chrysler C-300 wurde 1955 erstmals vorgestellt und sollte das neue Zugpferd der Modellpalette werden. Das Design ähnelte dem anderer Chrysler-Fahrzeuge, da viele Teile aus der bestehenden Produktion verwendet wurden. So basierte der Chrysler C-300 dann auch auf dem Chrysler New Yorker, hatte die Heckpartie des Chrysler Windsor und Teile der Frontpartie und das Armaturenbrett stammten vom Chrysler Imperial.
Angetrieben wurde der Chrysler C-300 von einem Hemi-V8 Motor mit 5,7 Litern Hubraum und 220 kW. Die Bezeichnung 300 wies auf die Leistung von 300 hp hin. Es war das stärkste amerikanische Serienfahrzeug der damaligen Zeit, was 37 Siege und ein Geschwindigkeitsrekord von 205 km/h (in Daytona Beach) bei NASCAR-Rennen und Rennen der American Automobile Association bestätigten.
Die Bezeichnung C stand ursprünglich übrigens für Coupé, obwohl in Anbetracht der noch folgenden Letter Cars 300A auch denkbar gewesen wäre. Es wurden vom 1955er Chrysler 1725 Stück verkauft.

Der 300B erschien 1956 mit höheren Heckflossen und weiteren in den USA jährlich üblichen Änderungen. Die Kunden konnten zwischen einem 5,8-Liter-V8 mit 254 oder 265 kW wählen. Und zusätzlich zum 2-Gang- Automatikgetriebe gab es auch die 3-Gang-Automatik- und  ein 3-Gang-Schaltgetriebe. 1102 Chrysler 300B wurden produziert.

Der 300C aus dem Modelljahr 1957 wer vom Design her komplett überarbeitet worden und folgte dem Forward-Look mit hohen geradlinig ansteigenden Heckflossen. Sie waren nach Vorbild des Ghia Glida gestaltet, ein 1955 von Giovanni Sovanuzzi gestaltetes Show-Car. Es gab den 300C erstmals auch als Cabrio. Der Motor leistete 280 kW bei einem Hubraum von 6,4 Litern. Eine Kleinstauflage von 18 Fahrzeugen brachte sogar 290 kW Leistung. Insgesamt wurden 2402 Chrysler 300C verkauft.

Im Chrysler 300D von 1958 wurde der Hemi-V8 Motor zum letzten Mal verwendet. Er hatte als Standard eine Leistung von 283 kW und einem Hubraum von 6,4 Litern. Eine elektronische Einspritzanlage mit einer Leistung von 290 kW erwies sich als zu störanfällig und wurde nur bei 35 Fahrzeugen eingebaut. Wegen der schlechten Wirtschaftslage wurden nur 809 Chrysler 300D verkauft.

Der 1959er Chrysler 300E hatte einen 6,8 Liter-V8 Motor mit keilförmigen Brennräumen und 45 Kilogramm weniger Gewicht bei fast gleicher Leistung. Da die Hemi-Motoren jedoch sehr beliebt waren und die Wirtschaftslage auch noch schlecht wurden vom 300E nur 647 Stück verkauft.

Beim Chrysler 300F aus dem Jahr 1960 wurde die Leistung des V8 Motors auf bis zu 300 kW gesteigert. Durch den sogenannten „cross-ram“, einen speziellen Ansaugtrakt wurde bereits in einem niedrigen Drehzahlbereich eine hohe Leistung erreicht. Die Karosserie war jetzt selbsttragend und entsprach mit ihrer kantigen Gestalt dem Geschmack der Zeit. 1212 Stück wurden verkauft.

Beim Chrysler 300G aus dem Jahr 1961 stand ein neues Dreiganggetriebe zur Wahl und sämtliche andere Änderungen waren zumeist optischer Natur. Eine stark überarbeitete Frontpartie sollte neue Käufer anlocken. Es wurden 1617 Chrysler 300G verkauft.

Beim 1962er Chrysler 300H gab es einige Neuerungen. So wurde als Einsteigermodell der Chrysler 300 als „non-letter series“ vorgestellt und ersetzte die bisherige Windsor-Reihe. Die Ausstattung war einfacher als die der Letter Cars und man bekam den 300 auch mit einem 6,3 Liter-V8. Außerdem gab es die 300-Modelle nun auch mit 4 Türen. Optisch waren beide ähnlich besonders vielen die nur noch als Andeutung vorhandenen Heckflossen auf. Und beide basierten statt auf dem Chrysler New Yorker jetzt auf dem Windsor und waren so auch gleich um einiges leichter. Vom Chrysler 300H wurden 558 und vom 300 25.020 gebaut.

Da der Buchstabe I ausgelassen wurde kam 1963 der Chrysler 300J auf den Markt. Er hatte keine Heckflossen mehr und war vom Design her wesentlich runder. Den 300J gab es nur noch als Coupé, den 300 auch weiterhin als Cabrio und zwei- und viertürige Limousine. Die viertürige Limousine war jedoch der Chrysler Saratoga, der in Kanada als Chrysler 300 angeboten wurde. Die Leistung des 6,8 Liter-V8 Motors war leicht gesteigert worden und vom 300J wurden 400 Fahrzeuge produziert.

Den 300K von 1964 gab es ansatzweise wieder mit Heckflossen und auch wieder als Cabrio. Die Innenausstattung war etwas spartanischer und die Motorisierung des Basismodells weniger aufwendig, was auch einen niedrigeren Preis nach sich zog. Mit einem Standard-Ansaugtrakt und Vierkammervergaser brachte es der 6,8 Liter-V8 Motor auf eine Leistung von 268 kW. 3647 Stück des 300K wurden gebaut.

Der 300L war der letzte Vertreter der klassischen Letter Series und entsprach mit seiner geraden Linienführung dem Geschmack der Zeit. Den 6,8 Liter-V8 Motor gab es nicht mehr mit cross-ram und auch die „non-letter“ Modelle konnte man mit sämtlichen Extras der Letter Cars bekommen, so dass die Modelle nur noch an den Typenschildern zu unterscheiden waren. Die Karosserievarianten blieben gleich und vom Chrysler 300L wurden 2845 Stück verkauft.

Jaguar XK120

August 14th, 2010 by admin

Als der Jaguar XK120 1948 auf der Londoner Motorshow vorgestellt wurde, war er eine Sensation, und noch heute erregt der Sportwagen Aufsehen.

Das neue Fahrzeug von Jaguar sah nicht nur wunderschön aus und war sehr schnell, es hatte auch den ersten Motor von Jaguar mit doppelt oben liegender Nockenwelle und wurde noch dazu zu einem unglaublich günstigen Preis verkauft. Und all dies obwohl der Jaguar XK120 in sehr kurzer Zeit entwickelt wurde und nie dazu gedacht war in größeren Stückzahlen verkauft zu werden.

Noch während des Zweiten Weltkriegs arbeitete man bei Jaguar an neuen Motoren für die großen Limousinen und das Problem für den Jaguar Chef William Lyons war, dass der neue Motor längst fertig war, bevor es überhaupt ein Fahrzeug dafür gab. Kurzfristig sollte dann statt eines Fahrzeugs mit 3,048 Meter Radstand ein Fahrzeug mit 2,591 Meter Radstand für den neuen Motorgebaut werden. William Lyons machte sich selbst daran einen offenen Zweisitzer Sportwagen zu entwerfen.

Obwohl der Jaguar XK120 schon im Oktober 1948 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, war der Verkaufsstart erst Mitte 1949. Die ersten, und heute bei Sammlern begehrtesten Fahrzeuge, hatten noch einen mit Aluminium verkleideten Eschenholzrahmen, bevor dann 1950/51 die Serienproduktion mit Stahlblechkarosserien startete.

Als der XK120 im Jahre 1954 vom ähnlichen XK 140 abgelöst wurde gab es inzwischen neben dem Roadster (Open Two Seater) auch eine Coupé (Fixed Head Coupé) und ein besser ausgestattetes Cabrio (Drop Head Coupé).

Der 3,4 Liter Motor war einer der stärksten auf der Welt und ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von 200 Stundenkilometern. Gleichzeitig war er aber auch so gut entwickelt, dass auch das Fahren mit geringer Geschwindigkeit im Stadtverkehr ein Vergnügen war. Der Motor war so herausragend, dass später auch die C- und D- Typen, die in den 1950ern in Le Mans Siege einfuhren, damit angetrieben wurden.

Nach heutigen Maßstäben könnte man wohl über die Trommelbremsen und die Lenkung beschweren, niemand aber würde sich negativ über die Beschleunigung oder das Aussehen äußern.

Insgesamt war der Jaguar XK120 ein auf der ganzen Welt recht erfolgreiches Fahrzeug, ein großartiges Rally-Fahrzeug und eine brauchbarer Rennwagen. In den sechs Jahren, in denen der XK 120 produziert wurde, wurden 12.005 Stück gebaut und um ihn zu ersetzen brauchte man ein wirklich gutes Fahrzeug. Allerdings war der neue Jaguar XK140 mit stärkerem Motor auch genau das. Er wurde bis 1961 gebaut und dann vom ersten E-Type abgelöst.

Der Volkswagen SP2

August 7th, 2010 by admin

Zwischen 1972 und 1976 wurde der VW SP2 von Volkswagen do Brasil für den dortigen Markt gebaut. Die Abkürzung SP stand dabei übrigens für São Paulo.

Da in den 1970er Jahren der brasilianische Markt aufgrund hoher Einfuhrzölle für Importe so gut wie geschlossen war, und durchaus ein Bedarf an sportlichen Autos bestand, beschloss man im brasilianischen Volkswagenwerk unter der Leitung von Rudolf Leiding den SP1 und SP2 zu bauen.

Vorgestellt wurde der als Projekt X bezeichnete Prototyp des SP2 dann auch 1971 auf der „Deutschen Industrieausstellung“ in São Paulo.

Dieses dort vorgestellte Fahrzeug diente unter anderem auch Karmann do Brasil als Vorlage zur Herstellung der benötigten Karosseriebauwerkzeuge, da die Stahlkarosserie bei Karman gefertigt und erst dann an VW geliefert wurde.

Basis für das Sportcoupé SP2 war die Plattform des brasilianischen VW 1600 Variant, der Motor war allerdings ein auf 1700 ccm vergrößerter Vierzylinder-Boxermotor, der 65 (DIN)PS leistete.  Der Verbrauch des bis zu 161 km/h schnellen Volkswagen SP2 lag bei 10,5 l/100 km und für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigte er 17,4 Sekunden.

Vom schwächeren SP1 mit 54 (DIN)PS und 149 km/h Höchstgeschwindigkeit wurden nur 162 Stück gebaut. Beide Modelle hatten vorne Scheiben- und hinten Trommelbremsen. Die Länge lag bei 4,217 Metern (Radstand 2,4 Meter), die Breite bei 1,610 Metern und die Höhe bei 1,158 Metern.

Der Innenraum war recht luxuriös mit gepolstertem Armaturenbrett und VDO- Anzeigen, Tacho mit Tageskilometerzähler, Drehzahlmesser, Tankanzeige, Amperemeter, Öltemperaturanzeige und Zeituhr. Die Instrumentenbeleuchtung konnte gedimmt werden und es gab auch einen Aschenbecher mit beleuchtetem Zigarettenanzünder. Die Sitze waren sehr komfortabel, hatten integrierte Kopfstützen und serienmäßig Drei-Punkt-Gurte. Zu haben war die Innenausstattung wahlweise in beige oder schwarz. Und auch zwei Kofferräume hatte der VW SP2. Der vordere fasste 140 Liter, der hintere 205 Liter und war über die große Heckklappe zugänglich.

Beide SP-Modelle waren auch aufgrund des recht hohen Gewichts von 890 Kilogramm nicht gerade sehr leistungsstark weshalb SP auch im allgemeinen Sprachgebrauch auch oft für  Sem Potência  (ohne Leistung) stand. Der brasilianische Puma zum Beispiel war mit ähnlichem Motor deutlich leichter und auch deutlich schneller.

Den Verkauf in andere Länder wie Deutschland und die USA verhinderte ein kleines Konstruktionsdetail; die Frontscheinwerfer lagen zu tief, was Vorschriften in diesen Ländern wiedersprach, und außerdem stand in Deutschland der Scirocco bereits in der Entwicklung, so dass der SP2 ein Konkurrent aus dem eigenen Hause gewesen wäre.

Bis zum Produktionsende im Februar 1976 wurden nur 10.193 Exemplare gebaut.

Der SP3 schaffte es nicht über das Stadium des Prototypen hinaus.

Der Fiat Nuova 500 von 1957

July 31st, 2010 by admin

Kein Auto vermittelt so viel italienisches Lebensgefühl wie der Fiat Nuova 500, der das erste Mal 1957 auf den Markt kam.

Man sagt sogar, dass der Fiat Nuova 500 für Italien die Geburt des Automobils war, ein Auto dass mit einer Höhe von 1,32 Metern, einer Breite von 1,32 Metern und einer Länge von weniger als 3 Metern Technik mit Gefühl verbindet.  Obwohl man sich beim Bau des Fiat auf das Minimum beschränkte, war es doch stets mehr als nur ein Auto. Von den Italiener wurde das kleine Fahrzeug liebevoll Bambina genannt.

1922 wurde das Fiatwerk  Lingotto eingeweiht, das erste mit Fließbandproduktion und hatte fünf Stockwerke mit einer Teststrecke auf dem Dach. Hier wurde dann auch der Vorläufer, der Fiat 500, der den Beinahmen Topolino gebaut und kam 1936 nach vierjähriger Entwicklungszeit auf den Markt.

Nach dem Krieg sollte dann Ersatz für den Topolino geschaffen werden und wieder einmal wurde Dante Giacosa, wie schon bei dem Fiat 500, mit dem Design betraut.

Bevor aber der Fiat Nuova 500 auf den Markt kam, kam 1955 der Fiat 600, der etwas größer und altmodischer war.

1957 kam dann das neue Fahrzeug auf den Markt es wurde Nuova 500 genannt um seine Verwandtschaft zum Topolino deutlich zu machen. Das Design des neuen 500 war rundherum flüssig und glatt und bei der Produktion wurde darauf geachtet, den Stahl optimal zu nutzen.

Es war außerdem die Einführung der serienmäßigen selbsttragenden Karosserie. Der luftgekühlte Heckmotor mit einem Hubraum von 479 cm³ und  13,5 PS erhöhte das Gewicht auf die angetriebene Hinterachse, was für gute Fahreigenschaften sorgt.  Allerdings verkaufte er sich zu Anfang recht schlecht, weshalb er schon im Herbst 1957 zum Turiner Autosalon mit einem Motor präsentiert wurde, der 15 PS leistete. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 90 km/h. Und auch der Kaufpreis wurde nach einigen Monaten noch gesenkt und frühere Käufer bekamen sogar einen Teil ihres Geldes zurück.

Allerdings war der Fiat Nuova 500 zu Anfang wirklich spartanisch ausgestattet, die Seitenscheiben ließen sich nicht öffnen und Frischluft kam nur durch die Ausstellfenster in den Türen und durch Luftschlitze im Frontblech von dem Schläuche bis unter das Armaturenbrett führten. Das aus gummierter robuster Leinwand gefertigte Faltdach ließ sich bis zur Motorhaube hin öffnen.

1958 kam dann das „Luxus“-Modell mit kürzerem Faltdach, Zierleisten und Kurbelfenstern. Immerhin war aber das lange Faltdach optional auch noch lieferbar.

Trugen diese 500er Modelle noch die Bezeichnung N kam 1960 das Modell D mit 17,5 PS auf den Markt. Statt der Lüftungsschlitze im Frontblech waren dort nun Blinker, und die Rückleuchten größer und eckiger. Allerdings waren die Türen nach wie vor vorne angeschlagene sogenannte Selbstmördertüren.

1960 wurde auch die Kombiversion mit um 90 Grad geneigtem Motor unter dem Namen „Giardiniera“ (Gärtnerin) vorgestellt. Durch den liegenden Motor und die flach angeordneten Nebenaggregate hatte das Fahrzeug ein für diese Größe sehr geräumigen Kofferraum.

Die Nachfolge des D Modells trat 1965 das Modell F an, mit 18 PS und vorne angeschlagenen Türen. Das Hardtop wurde durch ein Blechdach ersetzt, aber auch das Faltdach war noch zu haben.

1972 kam mit der Baureihe R das letzte Modell des Fiat Nuova 500 mit ebenfalls 18 PS auf den Markt. Allerdings wies ihn die Fahrgestellnummer immer noch als F aus, obwohl er schon einige Bauteile des Nachfolgers 126 hatte, der zeitgleich vorgestellt wurde.

Veranstaltungen im August 2010

July 24th, 2010 by admin

  • 07.08.2010 – 2. Oldie-Treff in Wiesloch in der Innenstadt. Eine Sternfahrt für zwei-, drei- und vierrädrige Fahrzeuge, die von Experten bewertet und prämiert werden. Schwerpunkt in diesem Jahr ist ein Unimog-Treffen.  Mehr Informationen: http://www.freunde-historischer-fahrzeuge.org/
  • 15.08.2010 – findet in Rosenheim neben der Landesgartenschau auch die 1. Rossenheim Classic statt. Teilnehmer können so neben den Fahrzeug Klassikern auch die Blumenpracht der Landesgartenschau genießen. Mehr Infos: http://www.rosenheim-classic.de/
  • 27.08.-29.08.2010 – Volvo Meeting in Itzehoe. Hier trifft sich die norddeutsche Volvo-Gemeinde auf dem Flugplatz „Hungriger Wolf“ bei Hohenlockstedt in der Nähe von Itzehoe bei Hamburg. Es ist das zweite IVM (International Volvo Meeting) mit vielen Fahrzeugen und einem tollen Programm. Mehr Informationen unter: http://www.ivm.volvoclub-deutschland.de/
  • 28.08.-29.08.2010 – US Car Classics in Diedersdorf mit US Cars und Bikes, Pokalen, Tattoos, Calendar Shooting “Pick Up meets Pin Up“. Mehr Infos: http://www.uscarclassics.de/
  • 28.08.-29.08.2010 – VW Käfertreffen und luftgekühlte Volkswagen im Tenniscenter Bissendorf bei Osnabrück. 1/8 Meile Gleichmäßigkeitsprüfung, Show & Shine, Tuning- und Teilemarkt, Kinderprogramm und Biergarten. Mehr Informationen: http://www.bug-biss.de/

Citroën 2CV – Die Ente

July 17th, 2010 by admin

Sicherlich war der 2CV, die Ente, ein Meilenstein in der Geschichte von Citroën.

Immerhin wurden von der viertürigen Ente zwischen 1949 und 1990 3.868.631 Fahrzeuge und von der Kastenente, dem Lieferwagen, 1.246.335 gebaut. Eine Leistung auf die jede Entenmutter stolz sein kann.

Entworfen wurde die Ente bereits in den 1930er Jahren aber durch den Zweiten Weltkrieg lief die französische Antwort auf den VW Käfer erst 1949 vom Band, nachdem sie im Oktober 1948 in Paris der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.  Es ist kaum zu glauben, dass sie wirklich 51 Jahre lang gebaut wurde. Ein wirkliches Kind seiner Zeit, denn weder technisch, noch von der Ausstattung her war die Ente etwas Besonderes.  Sie war einfach ein praktisches Fahrzeug und ein echtes Kultobjekt.

Anfänglich hatten die Zweizylindermotoren des 2CV lediglich 9 PS und einen Hubraum von 375 cm³. Ab 1955 waren es dann 12 PS bei 425 cm³ und 1963 sogar 16 PS. Die stärkste Ente mit 29 PS kam 1986 auf den Markt.

Die ursprünglichen Vorgaben an den Konstrukteur des 2CV, André Lefèbre, waren, ein Fahrzeug zu bauen, in dem zwei Bauern mit einem Sack Kartoffeln oder einem Fass Wein Platz hatten, das mindestens 60 Stundenkilometer schnell war und dabei auch nur 3 Liter Sprit auf 100 Kilometer verbrauchte. Noch dazu sollte es schlechte Wegstrecken problemlos meistern können, trotzdem so gut gefedert sein, dass Eier in einem Korb nicht zerbrachen, und einfach zu bedienen.  Noch dazu sollte das Fahrzeug günstiger sein als der „Traction Avant“ von Citroën.

Ursprünglich mit in Frankreich mit nur zwei Seitenfenstern gebaut wurde das De-Luxe-Modell mit drei Seitenfenstern gebaut. Der günstige Preis von damals 3.600 DM (heute etwa 6.990 Euro) und die wegen des geringen Hubraums niedrige Kraftfahrzeugsteuer waren mit ausschlaggebend, dass die Ente schnell zum typischen Studentenauto avancierte.

1981 kam in begrenzter Auflage das Modell Charleston in schwarz-weinroter Lackierung auf den Markt, das als erste Ente Scheibenbremsen an den Vorderrädern hatte.
Da dies Modell ein großer Erfolg war kam es ab Modelljahr 1982 serienmäßig in schwarz-gelb und ab 1984 in nachtgrau-nebelgrau auf den Markt.

So beliebt die Enten waren, so rostanfällig waren sie auch, aber in der Liebhaberszene wusste man sich zu helfen, indem man nachträglich Fahrgestelle und andere Teile feuerverzinkte oder gegen andere rostfreie Teile austauschte, was auch eine Wertsteigerung der Ente mit sich brachte.

1961 kam der 2CV 4×4 Sahara auf den Markt, der über einen zusätzlichen Heckmotor verfügte. So viel zwar der Kofferraum weg und das Reserverad musste auf der Motorhaube befestigt werden, aber Dank des zuschaltbaren Allradantriebs war die Ente so wirklich geländegängig und meisterte Steigungen bis 45 Prozent und auch Wüstensand. Gefahren werden konnte die Sahara Ente, von der nur 694 Fahrzeuge gebaut wurden übrigens mit dem vorderem, dem hinteren oder auch mit beiden Motoren. Die beiden Tanks befanden sich in den Sitzen und um die Einfüllstutzen zu erreichen gab es in den Türen runde Ausschnitte.

BMW Isetta

July 10th, 2010 by admin

Die Isetta wurde 1952/53 von der italienischen Motorrad- und Kühlschrankfabrik ISO entwickelt und 1953 auf dem Turiner Automobilsalon vorgestellt.

BMW kaufte, wegen des wirtschaftlichen Misserfolgs des BMW 501, die Lizenz zum Bau der Isetta und stellte das modifizierte Modell 1955 den Journalisten vor.

Bisher war ein vergleichbares Auto in Deutschland nicht gebaut worden und so war das kugelförmige Fahrzeug mit dem vielen Glas und einem Fronteinstieg eine kleine Sensation.
Der Kleinwagen war natürlich preislich für die meisten Käufer wesentlich interessanter als eine Luxuslimousine und sollte so die Verkaufszahlen bei BMW wieder in die Höhe treiben.
Bereits im Vorjahr hatte BMW mit ISO Gespräche geführt, denn es schien als könnte so ein Fahrzeug schnell und unkompliziert produziert werden. Dazu kam wegen des ungewöhnlichen Aussehens der Isetta natürlich ein großer Wiedererkennungswert.

Von der Form her hatte die Isetta Ähnlichkeit mit einem Ei und noch dazu nahm die einzige Tür die gesamte Front ein, die sich so einfach wegklappen ließ. Armaturen und Lenkrad waren an der Tür befestigt und die Lenksäule konnte man mittels eines Kardangelenks zu teilen. Und obwohl man beim Einsteigen noch über die feststehenden Pedale klettern musste, kam man recht gut in die Isetta und natürlich auch wieder hinaus. Hinter der Sitzbank, die für zwei Personen gedacht war, befand sich eine Ablagefläche für ein Reserverad und etwas Gepäck. Und ganz hinten im Heck befand sich schließlich der 9,7 PS starke Zweitaktmotor.

Die von BMW vorgenommenen Modifikationen an der Isetta betrafen den Motor, es wurde zu Anfang ein Einzylinder-Viertaktmotor mit 12 PS eingebaut und dieser auch wegen der besseren Gewichtsverteilung vor der Hinterachse platziert werden. Der Motor war übrigens der Motor des BMW R25/3 Motorrades, dessen Kopf zum Antrieb der Isetta um 180 Grad gedreht worden war. Statt der ursprünglichen drei Räder hatte die BMW Isetta vier, da ein einziges angetriebenes Hinterrad überlastet wäre. Die vordere Spurweite betrug 1.200 Millimeter und die hintere 520 Millimeter.

Der Verbrauch des Fahrzeugs lag bei 3,8 l/100 km und die Spitzengeschwindigkeit bei 85 km/h. An den Vorder- und Hinterrädern gab es je eine Trommelbremse, allerdings war nur die linke hintere Trommel mit der Betriebsbremse, dafür die rechte Trommel war mit dem Handbremshebel verbunden. Bei einer Gesamtlänge von 2.285 Millimetern, einer Breite von 1.380 Millimetern und einer Höhe von 1.340 Millimetern wäre es sicher auch heutzutage kein Problem, einen Parkplatz zu finden.

Die Modelle Standard 250 (250cm³) und Standard 300 (300 cm³ und 13 PS) wurden von 1955 bis 1956 gebaut. 1956 kamen der Export 250 und Export 300 auf den Markt, die sich durch eine kleinere Heckscheibe aus Sicherheitsglas und seitliche Schiebefenster  von den Standard Modellen unterschieden.

1957 kam eine viersitzige Isetta als BMW 600 auf den Markt. Das Fahrzeug hatte neben der Fronttür noch eine seitliche Tür auf der rechten Seite und eine Rücksitzbank. Das Fahrzeug hat einen Zweizylinder-Boxermotor mit 585 cm³ und 19,5 PS und eine Hinterachse mit annähernd normaler Spurweite.
Die Maße des BMW 600 waren 2.900 Millimeter Länge, 1.400 Millimeter Breite und 1.375 Millimeter Höhe.

Zwischen 1955 und 1962 wurden 161.728 Isettas verkauft. Nur von einem anderen Kleinstwagen, dem Goggomobil der Firma Glas wurden mehr Fahrzeuge verkauft.

Internationales Oldtimer-Meeting in Baden-Baden

July 3rd, 2010 by admin

Vom 09.-11. Juli 2010 findet in Baden-Baden das 34. Internationale Oldtimer-Meeting statt.

In diesem Jahr werden mehr als 360 Fahrzeug Klassiker von über 84 Marken im Kurgarten in Baden-Baden  zu sehen sein. Dies sind mehr als je zuvor.

Ehrengast  ist die Traditionsmarke Alfa Romeo, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag feiert. Zu diesem Anlass wird es auf dem Oldtimer-Meeting in Baden-Baden auch eine Alfa Romeo Sonderausstellung vor der Trinkhalle des Kurgartens geben. Bei einer Alfa Romeo Nacht am Freitag gib es außerdem neben viel italienischem Flair auch eine Modenschau.

Das Concours d’élegance automobile gennannte Oldtimer-Meeting gilt als einer der Saisonhöhepunkte der gesamten Oldtimerszene. Es werden mehr als 20.000 Besucher erwartet und der Kurgarten Baden-Badens wird sich einmal wieder in ein Freilichtmuseum für Fahrzeug Klassiker verwandeln.

Neben den Oldtimern können sich das umfangreiche Rahmenprogramm und Licht- und Laserilluminationen am Abend auch sehen lassen. So werden die Klassiker zum Beispiel von mehr als 2.000 Lampions in der Kaiserallee beleuchtet. Und auch eine große nostalgische Grillparty findet zwischen den Fahrzeugen statt.

Besucher die mit dem Auto nach zum Oldtimer-Meeting nach Baden-Baden kommen sollten der Ausschilderung „Zentrum“ und später „Kurhaus“ oder „Casino“ folgen. Aber natürlich ist auch eine Anreise per Bahn oder Flugzeug möglich.

Mehr Informationen zum 34. Internationalen Oldtimer-Meeting finden Sie hier.

Probleme beim Heißstart und Heißbetrieb

June 30th, 2010 by admin

Bei schönem Wetter und hochsommerlichen Temperaturen hat fast jeder schon mal Probleme beim Heißstart und Heißbetrieb während einer Ausfahrt mit dem Klassiker gehabt.

Man fährt eine längere Strecke, macht eine Pause, und wenn es dann nach einer halben Stunde weitergeht, lässt sich der Motor erst mit durchgetretenem Gaspedal starten, ruckelt beim Anfahren, geht wieder aus usw.
Wenn der Motor dann nach mehreren Versuchen dann wieder richtig läuft, kann man die Weiterfahrt antreten und hoffen, dass man nicht noch irgendwo im Stau steht, das Spiel von vorne beginnt und der Motor zum Schluss dann gar nicht mehr anspringt.

Diese Probleme beim Heißstart und Heißbetrieb entstehen dadurch, dass wenn ein Fahrzeug im Leerlauf betrieben wird, die Kühlung durch den Fahrtwind fehlt. Noch dazu ist bei älteren Fahrzeugen nach dem Abstellen des Motors auch der Lüfter nicht mehr in Betrieb und der warmgefahrene Motor heizt nach.
Je nach Fahrzeugtyp und Außentemperatur können so mehr als 100 Grad Celsius erreicht werden und auch Vergaser, Kraftstoffpumpe und -leitungen werden entsprechend heiß.

Da aber Ottokraftstoff bereits ab 30 Grad Celsius zu sieden beginnt, verdampft dieser dann im Vergaser und im Kraftstoffsystem.
Dies führt dazu, dass nach einiger Zeit so viel verdampft ist, dass sich in der Schwimmerkammer nur noch eine geringe Menge schwer siedender Kraftstoffteilchen befindet und sowohl in der Kraftstoffpumpe wie auch in den Leitungen nur noch Gas und kein flüssiger Kraftstoff mehr vorhanden sind.

Der Motor springt dann mit dem Restkraftstoff in der Schwimmerkammer zwar an, geht aber gleich wieder aus, weil das gesamte System mit Gas gefüllt ist. Erst wenn das Gas aus den Leitungen gedrückt wird, springt der Motor dann auch wieder an und läuft auch durch.

Auch beim Fahren kann es dann noch zu Problemen kommen, etwa durch Kraftstoffmangel, weil der Kraftstoff, der gefördert wird, in den heißen Leitungen wieder verdampft. Dies kann so lange passieren, bis sich das System wieder abgekühlt hat. Aber auch Überfettung kann zum Ausgehen des Motors führen, wenn kein Gas mehr im System ist und frischer Kraftstoff in die fast leere Schwimmerkammer strömt. Wenn dann die Motordrehzahl in die Höhe geht, wird mehr Kraftstoff gefördert und der relativ kühle Kraftstoff verschäumt in der Schwimmerkammer. So spritzt dann Kraftstoff durch die Schwimmerkammerbelüftung in die Mischkammer, es kommt zur Überfettung und der Motor geht aus. Jetzt muss der Motor meist erst einmal abkühlen, bevor er wieder gestartet werden kann.

Um die Probleme, ohne bauliche Veränderungen am Fahrzeug, zu minimieren, sollte man nach einer längeren Fahrt den Klassiker im Schatten parken und die Motorhaube öffnen.

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