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BMW Isetta

July 10th, 2010 by admin

Die Isetta wurde 1952/53 von der italienischen Motorrad- und Kühlschrankfabrik ISO entwickelt und 1953 auf dem Turiner Automobilsalon vorgestellt.

BMW kaufte, wegen des wirtschaftlichen Misserfolgs des BMW 501, die Lizenz zum Bau der Isetta und stellte das modifizierte Modell 1955 den Journalisten vor.

Bisher war ein vergleichbares Auto in Deutschland nicht gebaut worden und so war das kugelförmige Fahrzeug mit dem vielen Glas und einem Fronteinstieg eine kleine Sensation.
Der Kleinwagen war natürlich preislich für die meisten Käufer wesentlich interessanter als eine Luxuslimousine und sollte so die Verkaufszahlen bei BMW wieder in die Höhe treiben.
Bereits im Vorjahr hatte BMW mit ISO Gespräche geführt, denn es schien als könnte so ein Fahrzeug schnell und unkompliziert produziert werden. Dazu kam wegen des ungewöhnlichen Aussehens der Isetta natürlich ein großer Wiedererkennungswert.

BMW Isetta © flickr/jeansini

Von der Form her hatte die Isetta Ähnlichkeit mit einem Ei und noch dazu nahm die einzige Tür die gesamte Front ein, die sich so einfach wegklappen ließ. Armaturen und Lenkrad waren an der Tür befestigt und die Lenksäule konnte man mittels eines Kardangelenks zu teilen. Und obwohl man beim Einsteigen noch über die feststehenden Pedale klettern musste, kam man recht gut in die Isetta und natürlich auch wieder hinaus. Hinter der Sitzbank, die für zwei Personen gedacht war, befand sich eine Ablagefläche für ein Reserverad und etwas Gepäck. Und ganz hinten im Heck befand sich schließlich der 9,7 PS starke Zweitaktmotor.

Die von BMW vorgenommenen Modifikationen an der Isetta betrafen den Motor, es wurde zu Anfang ein Einzylinder-Viertaktmotor mit 12 PS eingebaut und dieser auch wegen der besseren Gewichtsverteilung vor der Hinterachse platziert werden. Der Motor war übrigens der Motor des BMW R25/3 Motorrades, dessen Kopf zum Antrieb der Isetta um 180 Grad gedreht worden war. Statt der ursprünglichen drei Räder hatte die BMW Isetta vier, da ein einziges angetriebenes Hinterrad überlastet wäre. Die vordere Spurweite betrug 1.200 Millimeter und die hintere 520 Millimeter.

Der Verbrauch des Fahrzeugs lag bei 3,8 l/100 km und die Spitzengeschwindigkeit bei 85 km/h. An den Vorder- und Hinterrädern gab es je eine Trommelbremse, allerdings war nur die linke hintere Trommel mit der Betriebsbremse, dafür die rechte Trommel war mit dem Handbremshebel verbunden. Bei einer Gesamtlänge von 2.285 Millimetern, einer Breite von 1.380 Millimetern und einer Höhe von 1.340 Millimetern wäre es sicher auch heutzutage kein Problem, einen Parkplatz zu finden.

Die Modelle Standard 250 (250cm³) und Standard 300 (300 cm³ und 13 PS) wurden von 1955 bis 1956 gebaut. 1956 kamen der Export 250 und Export 300 auf den Markt, die sich durch eine kleinere Heckscheibe aus Sicherheitsglas und seitliche Schiebefenster  von den Standard Modellen unterschieden.

1957 kam eine viersitzige Isetta als BMW 600 auf den Markt. Das Fahrzeug hatte neben der Fronttür noch eine seitliche Tür auf der rechten Seite und eine Rücksitzbank. Das Fahrzeug hat einen Zweizylinder-Boxermotor mit 585 cm³ und 19,5 PS und eine Hinterachse mit annähernd normaler Spurweite.
Die Maße des BMW 600 waren 2.900 Millimeter Länge, 1.400 Millimeter Breite und 1.375 Millimeter Höhe.

Zwischen 1955 und 1962 wurden 161.728 Isettas verkauft. Nur von einem anderen Kleinstwagen, dem Goggomobil der Firma Glas wurden mehr Fahrzeuge verkauft.

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