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Der Fiat Nuova 500 von 1957

July 31st, 2010 by admin

Kein Auto vermittelt so viel italienisches Lebensgefühl wie der Fiat Nuova 500, der das erste Mal 1957 auf den Markt kam.

Man sagt sogar, dass der Fiat Nuova 500 für Italien die Geburt des Automobils war, ein Auto dass mit einer Höhe von 1,32 Metern, einer Breite von 1,32 Metern und einer Länge von weniger als 3 Metern Technik mit Gefühl verbindet.  Obwohl man sich beim Bau des Fiat auf das Minimum beschränkte, war es doch stets mehr als nur ein Auto. Von den Italiener wurde das kleine Fahrzeug liebevoll Bambina genannt.

1922 wurde das Fiatwerk  Lingotto eingeweiht, das erste mit Fließbandproduktion und hatte fünf Stockwerke mit einer Teststrecke auf dem Dach. Hier wurde dann auch der Vorläufer, der Fiat 500, der den Beinahmen Topolino gebaut und kam 1936 nach vierjähriger Entwicklungszeit auf den Markt.

Nach dem Krieg sollte dann Ersatz für den Topolino geschaffen werden und wieder einmal wurde Dante Giacosa, wie schon bei dem Fiat 500, mit dem Design betraut.

Bevor aber der Fiat Nuova 500 auf den Markt kam, kam 1955 der Fiat 600, der etwas größer und altmodischer war.

Fiat Nuova 500 © flickr/glen edelson

1957 kam dann das neue Fahrzeug auf den Markt es wurde Nuova 500 genannt um seine Verwandtschaft zum Topolino deutlich zu machen. Das Design des neuen 500 war rundherum flüssig und glatt und bei der Produktion wurde darauf geachtet, den Stahl optimal zu nutzen.

Es war außerdem die Einführung der serienmäßigen selbsttragenden Karosserie. Der luftgekühlte Heckmotor mit einem Hubraum von 479 cm³ und  13,5 PS erhöhte das Gewicht auf die angetriebene Hinterachse, was für gute Fahreigenschaften sorgt.  Allerdings verkaufte er sich zu Anfang recht schlecht, weshalb er schon im Herbst 1957 zum Turiner Autosalon mit einem Motor präsentiert wurde, der 15 PS leistete. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 90 km/h. Und auch der Kaufpreis wurde nach einigen Monaten noch gesenkt und frühere Käufer bekamen sogar einen Teil ihres Geldes zurück.

Allerdings war der Fiat Nuova 500 zu Anfang wirklich spartanisch ausgestattet, die Seitenscheiben ließen sich nicht öffnen und Frischluft kam nur durch die Ausstellfenster in den Türen und durch Luftschlitze im Frontblech von dem Schläuche bis unter das Armaturenbrett führten. Das aus gummierter robuster Leinwand gefertigte Faltdach ließ sich bis zur Motorhaube hin öffnen.

1958 kam dann das „Luxus“-Modell mit kürzerem Faltdach, Zierleisten und Kurbelfenstern. Immerhin war aber das lange Faltdach optional auch noch lieferbar.

Trugen diese 500er Modelle noch die Bezeichnung N kam 1960 das Modell D mit 17,5 PS auf den Markt. Statt der Lüftungsschlitze im Frontblech waren dort nun Blinker, und die Rückleuchten größer und eckiger. Allerdings waren die Türen nach wie vor vorne angeschlagene sogenannte Selbstmördertüren.

1960 wurde auch die Kombiversion mit um 90 Grad geneigtem Motor unter dem Namen „Giardiniera“ (Gärtnerin) vorgestellt. Durch den liegenden Motor und die flach angeordneten Nebenaggregate hatte das Fahrzeug ein für diese Größe sehr geräumigen Kofferraum.

Die Nachfolge des D Modells trat 1965 das Modell F an, mit 18 PS und vorne angeschlagenen Türen. Das Hardtop wurde durch ein Blechdach ersetzt, aber auch das Faltdach war noch zu haben.

1972 kam mit der Baureihe R das letzte Modell des Fiat Nuova 500 mit ebenfalls 18 PS auf den Markt. Allerdings wies ihn die Fahrgestellnummer immer noch als F aus, obwohl er schon einige Bauteile des Nachfolgers 126 hatte, der zeitgleich vorgestellt wurde.

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