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Archive for the ‘Britische Klassiker’ Category

Jaguar 3.8 Mark II

Tuesday, April 20th, 2010

Um heute einen Jaguar Mark II in Action zu erleben, muss man sich nur alte britische Krimiserien aus den 1960er und 1970er Jahren ansehen. Wenn schon die Polizei keinen Mark II benutzt, dann garantiert die Gangster. Und da mindestens eines in jeder Episode zu Schrott gefahren wird, ist es schon erstaunlich, dass doch noch so viele bis heute überlebt haben.

Während der ersten 10 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg produzierte Jaguar nur Sportwagen oder große Limousinen mit separaten Fahrgestellrahmen.

Der 2.4 der 1955 auf den Markt kam, war der erste Jaguar mit einer Fertigbau Karosserie. Er war der Erste einer großen Familie von „kompakten“ viertürigen Limousinen, die in den nächsten 13 Jahren folgen sollten. Nach den 2.4 und 3.4 Modellen von Jaguar war der Mark II, der 1959 folgte sicherlich anmutiger gestaltet.

Jaguar Mark II©flickr/mark.mitchell. brown

Entworfen vom Firmengründer von Jaguar, Sir William Lyons, basierte der Mark II auf der Thematik des Mark I. Er hatte aber größeren Fenster und ein Heckscheibe die sich bis in die Seiten herumzog, außerdem hatte er ein verbessertes Chassis mit mehr Ausstattung. Der Frontmotor und der Heckantrieb blieben gleich, genau so wie die Hinterachse. Die neuesten Fahrzeuge hatten allerdings einen wesentlich längeren Radstand und waren im Handling wesentlich besser. Und dank der Scheibenbremsen an allen vier Rädern waren sie auch sicherer.

Am wichtigsten war aber, dass der Jaguar Mark II mit verschiedenen Sechszylinder-Motoren erhältlich war. Mit 2,4-Liter, 3,4 Liter und 3,8 Liter. Außerdem gab es gab es manuelle Schaltung, Overdrive oder Automatikschaltung, Speichenräder und viele wünschenswerte Extras. Jaguar verkaufte zu der Zeit mehr als 500 Stück pro Woche. In den Jahren kamen auch Modelle mit Daimler V8-Motoren  und die S-Version mit längerem Heck auf den Markt.

Wie vorausgesehen waren die kraftvollen 3,8 Liter Modelle, die so unglaublich kraftvoll und flexibel waren die glanzvollsten. Sie wurden noch dazu in leuchtenden Farben gebaut. Eine Zeit lang war sogar Feuerrot populär. Aber schnell fahren war in der damaligen Zeit eine Sache, das Fahrzeug wirklich zu beherrschen eine andere. Radialreifen waren damals  und die normalen Reifen waren vom Grip her nicht mit den heutigen zu vergleichen. Es erforderte einiges Können, den Mark II auf feuchten glatten Straßen zu beherrschen.
Aber ein gut ausgerüsteter Jaguar Mark II war eine beachtliche Rennlimousine, über Jahre ungeschlagen außer von den gewaltig motorisierten amerikanischen Limousinen. Von 1959 bis 1968, als der Jaguar Mark II vom XJ6 abgelöst wurde, war er eine der angenehmsten und erschwinglichen Sportlimousinen.

Range Rover

Sunday, April 18th, 2010

Rover hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass der original Land Rover 4×4, der 1948 auf den Markt kam, vom US Militär-Jeep inspiriert war.

Der Range Rover von 1970 allerdings war einzigartig. Größer, schwerer und besser ausgestattet als jeder vorherige Land Rover erschloss er einen völlig neuen Markt. Obwohl er einfach als ein größerer Land Rover erdacht wurde, war er schon vor dem Verkauf mehr zu einem 4×4 für den Gentleman geworden und weniger ein Arbeitstier mit dem man alles machen kann. Und dies blieb auch in den folgenden 25 Jahren so.

Bis 1995 wurden nicht weniger als 317.615 Range Rover „Classic“ gebaut.

Range Rover©flickr/Martin Rettitt

Die ersten Range Rover hatten einen Radstand von 2.540 Millimetern und wurde angetrieben von einem 3,5 Liter V8 Motor mit 137 PS (101 kW). Wie die Land Rover basierte auch der Range Rover auf einem Leiterrahmen mit zwei Starrachsen. 1984 bekam der Motor eine Einspritzanlage und der Hubraum wurde 1989 auf 3,9 Liter erhöht.

Der Range Rover hatte außerdem eine neu entwickelte Ausführung des Vierrad-Antriebs. Die leichte Aluminium verkleidete Karosserie sah nicht nur gut aus, das Fahrzeug hatte außerdem unerreichte On- und Offroad Qualitäten.

Auch wenn Rover den Range Rover ursprünglich als hart arbeitendes und vielseitiges Werkzeug ansah, dass den schlimmsten Situationen gewachsen war (was ja tatsächlich auch so war), fanden sie schnell heraus, dass immer mehr Kunden es als leistungsfähigen Kombi benutzten, der kaum die befestigten Straßen verließ. Witzen darüber, dass die Range Rover mit kaum mehr, als mit feuchtem Schotter auf einem Supermarkt Parkplatz in Berührung kamen, begegnete Rover mit einem Grinsen und einem Hinweis auf die Verkaufszahlen.

Auch wenn sich über die Jahre das Äußere kaum veränderte, so änderte sich technisch doch so einiges. Automatik-Getriebe, fünf statt der ursprünglichen vier Gänge und eben die schon erwähnte Einspritzanlage kamen in den 1980er Jahren dazu. Eine fünftürige Alternative war ein sofortiger Bestseller.

In den späten 1980ern war der Range Rover dann auch als Diesel erhältlich, und somit für mache Exportmärkte noch populärer. Kurze Zeit später hatte die teuerste Version eine 4,2 Liter Maschine und einen längeren Radstand. Diese Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 177 km/h deklassierten schnell die früheren Modelle mit einer Spitzengeschwindigkeit von nur knapp 150 km/h. Allerdings war den Spritverbrauch bei den Fahrzeugen auch sehr hoch.

Während der 1990er erschien der Land Rover Discovery, der das originale kurze Range Rover Fahrgestell nutzte. Und ab 1994 gab es schließlich die ganz neue Generation Range Rover, noch schneller, teurer und strahlender als je zuvor. In den letzten 20 Jahren hatte der Range Rover einen ganz neuen Markt erschlossen und es war hart für die Konkurrenz mitzuhalten.

Die Geschichte der Morgan Motor Company, Teil 2

Friday, April 16th, 2010

Die Designs von H.F.S. Morgan waren so fortschrittlich, dass für Jahre kaum Veränderungen, außer bei der Karosserie, nötig waren. Elektrisch Lampen und Anlasser wurden verwendet und Bremsen für die Vorderräder.

Morgan©flickr/tandemracer

Neben weiteren Erfolgen im Rennsport verkauften sich die Morgan Fahrzeuge auch im Ausland gut. Ein Monsieur Darmont aus Frankreich kaufte von Morgan ein Patent um das Fahrzeug in Frankreich als Darmont Morgan zu produzieren.

1930 stellte Gwenda Morgan einen neuen Rekord über 117 Meilen/Stunde in einem Einsitzer auf.

1931 kam ein neues Fahrzeug mit drei Vorwärtsgängen und einem Rückwärtsgang auf den Markt.

1933 war für Morgan ein hervorragendes Jahr mit mehreren Weltrekorden und einem neuen Modell mit Ford Motor und einem flachen Kühler. Dies war das begehrteste Dreirad aller Zeiten und die Idee wurde von vielen Firmen kopiert.

1936 wurde, nachdem ein Prototyp getestet worden war, das erste vierrädrige Fahrzeug in London und Paris vorgestellt. Das Neue Auto wurde „Morgan Four Four“ genannt, um es von den Dreirädern zu unterscheiden. Die Karosserie bestand aus einem Eschenholzrahmen, der mit Aluminium verkleidet war, das Ganze auf einem Stahlrahmen. So verbanden sich Haltbarkeit und Leichtigkeit wie man es bei einem Sportwagen erwarten kann. Das Fahrzeug wurde sofort ein Erfolg. Da das Modell auch heute noch, natürlich mit einigen Modifikationen, gebaut wird, ist das am längsten in Serie gebaute Fahrzeug der Welt.

Morgan©flickr/cstrom

Nach dem Erfolg des vierrädrigen Roadsters folgten 1938 auch schnell ein Viersitzer und ein Drophead Coupé. Das Drophead Coupé hatte eine Windschutzscheibe mit Rahmen, hochgezogene Türen mit Scheibenrahmen und Schiebescheiben und ein fest montiertes klappbares Verdeck. Gebaut wurde das Drophead Coupé bis 1968.
Natürlich wurden auch weiterhin Sportmodelle für den Rennbetrieb gebaut und waren weiterhin erfolgreich.

Auch eine alte Verbindung wurde wiederbelebt, mit der Einführung des Morgan Standard Motors. Dieser 9 PS Seitenventiler wurde auf ausdrücklichen Wunsch von Sir John Black für Morgan gebaut und war mit einem Moss Getriebe verbunden.

Morgan produzierte auch weiterhin Dreiräder, vorwiegend den F4 Viersitzer und den F Super Zweisitzer.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Autoproduktion komplett eingestellt und nur zwei Fachbereiche wurden gehalten, die Reparaturabteilung und die Abteilung für Ersatzteile.

1945 kamen aber viele der fähigen Mitarbeiter wieder zurück in die Firma und die Fahrzeugproduktion konnte wieder aufgenommen werden. Ein Plus für Morgan war, dass trotz Stahlknappheit die Produktion weiter gehen konnte, weil die Eschenholzrahmen mit Aluminium beplankt werden konnten. So war Morgan einer der ersten britischen Autobauer, der wieder im Geschäft war. Nachdem die Regierung dann Stahllieferungen direkt an die Zahl der Exportkunden knüpfte, war Morgan gezwungen mehr zu exportieren. Vertriebshändler in den USA, in Kanada, Südafrika, Südamerika, Australien und Europa wurden gefunden und auf diesen Märkten waren die vierrädrigen Fahrzeuge auch sehr erfolgreich. Der Erfolg der Dreiräder ging allerdings zurück, so dass 1950 beschlossen wurde die Produktion aufzugeben. Die letzten 1946 produzierten Dreiräder wurden in Australien verkauft.

Morgan LIFEcar©flickr/F_A_F

1968 wurde auf der Earls Court Motor Show erstmals der +8 mit einem Rover V8 Aluminium Motor vorgestellt. Der Motor hatte 3,5 Liter Hubraum und 150 PS (110 kW). Das 900 Kilogramm leichte Auto konnte mit für die Zeit sensationellen Fahrleistungen aufwarten und bei vielen Rennen mithalten.

Dieses Modell wurde so bis 1987 gebaut, von 1984 bis 1990 mit Einspritzer und circa 190 PS (140 kW), von 1990 bis 2004 als 3,9 Liter Einspritzer mit 190 PS (140 kW) und von 1998 bis 2001 als 4,6 Liter Einspritzer,  zu dem es allerdings unterschiedliche Leistungsangaben gibt, von 190 bis 226 PS (140-166 kW). Die Produktion wurde nur eingestellt, weil die Rover Motoren der Abgasnorm nicht mehr entsprachen. Morgan hat diese Motoren länger verwendet als sonst jemand, sogar länger als Rover selbst.

Noch heute werden die Fahrzeuge bei Morgan in Handarbeit hergestellt und haben den bewährten Eschenholzrahmen. Etwa 650 Fahrzeuge werden pro Jahr gebaut.Die derzeitigen Modelle neben dem Morgan 4/4 sind der Roadster, der Aero 8, der Roadster 4-Seater und der Aeromax.

Die Geschichte der Morgan Motor Company, Teil 1

Wednesday, April 14th, 2010

Der Mann, H.F.S. Morgan, der die Geschicke der Morgan Motor Company mehr als 50 Jahre lang lenken sollte, wurde 1881 als Sohn eines Geistlichen in Morton Jeffries Rectory, Herefordshire, England geboren.

Seine Ausbildung erhielt Morgan in Stone House, Broadstairs, am Marlborough College und am Chrystal Palace Engineering College.

Seine Karriere begann er als 18-jähriger Schüler von William Dean dem Chefingenieur von GWR Railway Works in Swindon, wo er sieben Jahre als Bauzeichner arbeitete.

Morgan Runabout©flickr/exfordy

1906 im Alter von 25 Jahren verließ er dann GWR und eröffnete seine eigene Werkstatt in Malvern Link. Hier unterhielt er auch eine erfolgreiche Buslinie  mit einem 15-Sitzer von Wolseley.

Morgan war dann auch in der Lage sich sein eigenes Motor-Fahrzeug zu kaufen, ein Eagle Tandem.  Zuvor hatte er seine Fahrzeuge immer von einem Mr. Marriot, dem ersten Autohändler in Hereford, gemietet.  Darunter auch einen Benz mit dem während seiner Zeit als Bauzeichner einen Unfall hatte. Die Reparatur des Fahrzeuges war so teuer gewesen, dass er seine Pläne für ein eigenes Auto für einige Zeit auf Eis legen musste.

Der Eagle war ein Dreirad mit Wasser gekühltem 8 PS De Dion Motor. Die Erfahrungen mit diesem Fahrzeug und mit einem 7 PS Zweizylinder mit dem Namen „The Little Star“ bewegten ihn dazu, sein eigenes Dreirad zu konstruieren.
Es entstand ein Dreirad mit Rohrgestell und 7 PS Zweizylinder-Motor von Peugeot. Der erste Morgan Runabout war geboren.

Da H.F.S. Morgan in seiner Werkstatt nur begrenzte Möglichkeiten hatte, nahm er gerne die Hilfe von Mr. Stephenson Peach, dem damaligen Lehrer für Ingenieurswesen an den Colleges von Malvern und Repton und dem Enkel des Erbauers der Dampflokomotive „Rocket“.
Das erste Design war schon sehr erfolgreich dank des starren Rahmens, des geringen Gewichts und der vorderen Einzelradaufhängung.

Ursprünglich hatte Morgan gar nicht die Absicht mehr Fahrzeuge für den Verkauf zu produzieren, aber nach ein paar positiven Kommentaren entschied er sich dann doch ein paar zu bauen. Mit etwas Geld von seinem Vater für Maschinen und eine Erweiterung der Werkstatt in Malven, konnte er ab 1910 produzieren. Das Patent wurde gewährt und die Zeichnungen hierfür machte ein kluger junger Mann, der später noch eigenen Ruhm erlangen sollte, als Sir John Black von der Standard Motor Company.

Der Name Morgan trat zum ersten Mal auf der Olympia Motor Show 1910 in Erscheinung. Zwei Einsitzer Dreiräder mit 8 PS Zweizylinder bzw. 4 PS Einzylinder J.A.P Motoren sicherten ein paar Aufträge. Aber es wurde schnell klar, dass die Fahrzeuge als Zweisitzer wesentlich populärer wären.

Die Morgan Motor Company wurde 1912 als private Aktiengesellschaft, mit Morgans Vater als Vorsitzendem und Morgan selber als Geschäftsführer, gegründet.

Morgan machte sich in dieser Zeit auch erstmals einen Namen im Rennsport. Von Anfang an war die Morgan Motor Company ein Familienunternehmen, bei dem sogar Morgans Schwester an Zuverlässigkeitsprüfungen mit einem Morgan Dreirad teilnahm. Am Ende des Jahres hatte der Runabout mehr Preise im Bezug auf Zuverlässigkeit und Schnelligkeit geholt, als alle anderen „Cyclecars“ oder „Light Cars“.

1913 baute Morgan Rennwagen mit längerem Chassis und gewann in Frankreich sogar den Grand Prix gegen die starke Konkurrenz vierrädriger Fahrzeuge vom Kontinent.
1914 wurde Morgan dann allerdings vom RAC Lightcar and Cyclecar Trial ausgeschlossen, weil sein Fahrzeug nur drei statt vier Räder hatte. Dies gab natürlich zu denken und ein vierrädriges Fahrzeug wurde konzipiert aber nie gebaut. Es sollten noch 20 Jahre vergehen, bis das erste vierrädrige Fahrzeug gebaut wurde.

1918 wurde eine neue Fabrik eröffnet, die fortan allgemein unter dem Namen „Works“ bekannt war. 1925 übernahm Georg Goodall die Position des General Managers von A. Hales, der seit 1911 in der Firma war.

Aston Martin DB5

Monday, April 12th, 2010

Ruhm geht manchmal seltsame Wege. Obwohl die Aston DB4 und DB5 Modelle schon längst von den Experten respektiert wurden erlangte der Aston DB5 seinen Weltruhm erst, als James Bonds Fahrzeug in „Goldfinger“.

Auch wenn der Austin Martin DB5 nicht serienmäßig mit einem Schleudersitz ausgestattet war, kam er gut an und sein Ansehen war auf immer gesichert. Und technisch gesehen war Aston Martin ja schon immer eine Marke von Rang und Namen.

An den Erfolg des DB2, DB2/4 und DB Mark III, den Modellen aus den 1950er Jahren anknüpfend, plante Aston Martin für die 1960er ganz neue und größere Modelle.

Aston Martin DB5©flickr/pyntofmyld

Dies fing 1958 mit dem DB4 an. Die Autos erhielten eine Superleggera Rohrrahmen von Carrozziera Tuning in Italien. Aber auch wenn das Design italienisch war, so war der DB4 doch das erste Fahrzeug von Aston Martin, das in der Fabrik in Newport Pagnell in Buckinghamshire, England gebaut wurde.

Der Motor des DB4 war ein 6-Zylinder-Reihenmotor mit zwei Nockenwellen und 3670 cm³ Hubraum, der von Tadek Marek entworfen worden war. Ein Motor, der sich auch als stark und zuverlässig im Rennbetrieb erwies. Der DB4 konnte sogar fast mit Ferrari mithalten. All dies vereinigt in einem Viersitzer mit den typisch britischen hohen Standards bezüglich der Innenausstattung, machte dies teure Fahrzeug zu einem Objekt der Begierde.

Der 1963 herausgebrachte DB5 war eine direkte Weiterentwicklung des DB5. Der Hubraum wurde auf 4 Liter (3995 cm³) vergrößert, die Front war runder und hatte eingelassene Scheinwerfer und auch die Ausstattung war noch besser geworden. Der Motor mit drei SU(Skinner Union)-Vergasern leistete 210 kW (286 PS)und die Spitzengeschwindigkeit des Wagens lag bei 238 km/h. Die leistungsstärkere Version, der DB5 Vantage, hatte drei Webervergaser und eine Leistung von 234 kW (318 PS). Insgesamt wurden allerdings nur 65 Vantage Coupés gebaut.

Ausgestattet der DB5 mit Liegesitzen im Fond, Teppich, elektrischen Fensterhebern und Feuerlöscher. Alle Modelle hatten zwei Türen und waren 4-Sitzer.

Neben dem traditionellen DB5 Saloon und dem DB5 Vantage wurden während der zweijährigen Bauzeit auch noch 123 Convertibles (Cabrios) gebaut, die allerdings nie den traditionellen Namen Volante trugen.  Der sogenannte „Shooting Brake“, eine Kombiversion, von der nur 12 Stück gebaut wurden, war wohl der ungewöhnlichste DB5. Sie hatten allerdings im beladenen Zustand kein besonders gutes Kurvenverhalten, da die Hinterachse unverändert übernommen wurde.

Insgesamt wurden 1021 DB5 gebaut, wobei DB die Initialen des langjährigen Aston Martin Eigners David Brown sind.

Hillman Minx

Thursday, April 8th, 2010

Ein Fahrzeug muss nicht unbedingt besonders schön oder besonders schnell sein, um zum Klassiker zu werden.

Es muss vor allem ein gutes Beispiel dafür sein, was zu seiner Zeit genau das richtige ist. Genau so wie es zwischen den zwei Weltkriegen erfolgreiche Sportwagen gab, so gab es auch kaufmännisch erfolgreiche Familienautos.

Der Hillman Minx war sicher einer davon.

Hillman Minx©flickr/Shreader

Bis 1028 war die Firma Hilman unabhängig, aber nachdem sie von der Rootes Ltd aufgekauft worden war, wurde sie zu einem Massenproduktionsbetrieb. Gemeinsam mit Humber bekam Hilman ein wichtiger Bestandteil der Rootes Group, die sofort einer von den sechs größten britischen Autoherstellern wurde.

Der originale und nagelneue Minx wurde 1931 das erste Mal vorgestellt und ging 1932 in den Verkauf. Aber es war erst die zweite Minx Generation, die sich wirklich auf dem Markt etablierte. Von da an bis in die 1970 sollte es immer einen Minx im Programm der Rootes Group geben.

Technisch war der Hillman Minx eher gewöhnlich, im Detail aber doch etwas besonderes, da sowohl Bill Heynes (später legendär bei Jaguar) als auch Alec Issigonis (der Designer des Mini) zu der Zeit bei Rootes beschäftigt waren.
Die populärste Version war eine 4-türiger Limousine, aber natürlich wurden auch ein paar andere limitierte Editionen gebaut.

Der Hillman Minx war weder schnell noch temperamentvoll, aber er war zuverlässig, raffiniert nach den Standards der 1930er und groß genug, um vier oder fünf Erwachsenen Platz zu bieten. Außerdem war der Hillman Minx auch noch sehr günstig. So ist es kein Wunder, dass die ersten 10.000 Autos innerhalb von nur wenigen Monaten gebaut wurden. In nur vier Jahren wurden 92.095 Fahrzeuge gebaut.

1923 Austin Seven

Monday, March 1st, 2010

In den 1920er und 1930er Jahren war der kleine Austin Seven der meistverkaufte Kleinwagen in Großbritannien.

Er war in mancher Beziehung genau so populär wie der Mini, der Jahrzehnte später auf den Markt kommen sollte. Alles an dem Auto, angefangen bei der Karosserie, über die Aufhängung und das Getriebe, war neu an dem Austin Seven und noch dazu war er mit 363 Kilogramm ausgesprochen leicht.

Austin Seven © flickr/exfordy

Und er war auch ein wirklich günstiges Auto, das sich fast jeder leisten konnte. Nur der am Fließband produzierte Ford Model T war zur damaligen Zeit noch günstiger. Und auch wenn der Austin Seven nicht besonders schnell war, was in Anbetracht seiner nicht besonders guten Bremsen auch gut so war, hatte er das gewisse Etwas, das die Käufer ansprach.

Viel Platz hatte man nicht auf den vier Sitzen in dem kleinen zweitürigen Auto, dafür war bei einem Radstand von nur 1.900 Millimeter einfach nicht genug Raum. Aber es wurden immerhin mehr als 10.000 in jedem Jahr verkauft (290.000 zwischen 1922 und 1939). Die ersten 747 cc Motoren hatten nur ungefähr eine Leistung von 11 PS, wurde aber im Laufe der Jahre auf circa 17 PS verbessert. So war dann immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von 50 mph erreicht.

Allerdings sagte man, dass nur Masochisten schneller als 35 mph mit diesem Fahrzeug fahren. Der Motor fand übrigens später noch Verwendung im dreirädrigen Reliant.