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Veterama 2010

October 7th, 2010 by admin

Wer an diesem Wochenende noch nicht vorhat, sollte die Veterama 2010 in Mannheim besuchen, die am 9. und 10. Oktober ihre Tore öffnet.

Die Veterama ist Europas größter Oldtimer- und Teilemarkt, auf dem über 4000 internationale Händler und Restaurationsbetriebe vertreten sind. Hier gibt es alles was auf dem Oldtimermarkt zu finden ist entweder auf dem 260.000 Quadratmeter großen Veterama-Gelände oder in einer der 15.000 Quadratmeter großen Hallen.

Oldtimer © flickr-nao.k

Die Veterama ist ein Muss für Oldtimerfreunde und es dreht sich alles um Suchen, Finden, Tauschen und Handeln. Und wie in jedem Jahr gibt es auch dieses Mal wieder viel zu Bestaunen.
Hier kann man Oldtimer zu Schnäppchenpreisen bekommen und sie noch dazu anfassen und probefahre und natürlich auch beim Kauf feilschen.

Die Öffnungszeiten der Veterama:

Freitag: 12.00 bis 20.00 Uhr mit Insiderticket
Samstag: 8.30 bis 18.00 Uhr
Sonntag: 8.30 bis 16.00 Uhr

Tickets gibt es hier online.

Die Geschichte von Cadillac Teil 2

October 5th, 2010 by admin

Das Model D von 1905 war dann der erste Schritt in die gehobene Preisklasse. Anders als das Einzylinder-Modell A war dies ein Modell mit Vierzylinder Motor mit 4965 cc, dass mit $2.800 fast viermal so viel kostete.

Und auch wenn die Produktion des Model D mit 156 von 3.712 Fahrzeugen nur einen kleinen Teil der gesamten Automobilproduktion von Cadillac ausmacht, so war sie doch richtungsweisend. Später in dem Jahr wurde Lelands Motorenproduktion übernommen und Leland wurde Generaldirektor.

Die Fahrzeuge waren etwas besonderes den der Ingenieur Henry Leland wusste, spätestens seit seiner Arbeit an dem Colt Revolver in jungen Jahren, Präzision und gleichbleibende Standards zu schätzen. Er übertrug dies 1907 auch auf die Automobilproduktion, nachdem er die „Jo Block“ Eichmaße aus Schweden. Diese waren von Carl Edward Johanssen  erfunden worden, um sicher zu stellen, dass jedes Teil identisch war. Anstatt nun alle Teile mühsam nacharbeiten zu müssen, konnten sie einfach angenietet werden und passten. Man konnte so wesentlich schneller wesentlich zuverlässigere Fahrzeuge produzieren.

Cadillac 1910 © wikipedia.org/DougW

Anschaulich demonstriert wurde dies 1908 von Lelands britischem Importeur Frederick S. Bennett, der drei Einzylinder-Cadillacs auseinander nahm, die Teile austauschte und wieder zu drei Fahrzeugen zusammenbaute, die auf Anhieb starteten und ohne Probleme liefen. Diese Austauschbarkeit der Teile war ein großer Schritt weg von der handwerklich basierten Produktion hin zur Massenproduktion. Allerdings wollte er Ford nicht herausfordern und unterstrich dies auch damit, dass 1909 die Produktion der Einzylinder-Modelle aufgegeben wurde.

Die Einzylinder-Modelle wurden durch den Vierzylinder-„Thirty“, der seinen Namen den PS verdankt ersetzt. Sie waren billiger als die schon existierenden Vierzylinder-Fahrzeuge und besser als die Einzylinder. Gut konstruiert und zu einem Preis den man sich leisten konnte, wurden vom „Thirty“ im ersten Jahr 6.000 Stück verkauft. Es waren drei verschiedene Versionen erhältlich.

Dieser Erfolg blieb natürlich nicht unbeobachtet und 1909 wurde Cadillac für 5,6 Millionen Dollar von William C. Durant gekauft. Leland blieb assistiert von seinem Sohn am Ruder aber dies sollte nicht lange so bleiben. Als in Europa 1914 der Krieg ausbrach, wollte Leland unbedingt Flugzeugmotoren bauen, wurde aber von Durant überstimmt. Ein wütender Leland trat daraufhin mit seinem Sohn zurück und eröffnete eine eigene Werkstatt um Motoren herzustellen. Sie hatten Erfolg und die Firma Lincoln baute nach dem Krieg Luxusfahrzeuge. Nach ein paar Jahren standen sie allerdings vor der Pleite und wurden von Ford übernommen. Dies funktionierte allerdings für Leland auch nicht und er und sein Sohn verließen nach ein paar Monaten die Firma. Henry Leland ging in den Ruhestand.

Die Geschichte von Cadillac Teil 1

September 25th, 2010 by admin

Auch wenn die 1902 von Henry Martin Leland gegründete Firma Cadillac Fahrzeuge der gehobenen Klasse produzierte, so unterschied sie sich doch sehr von der europäischen Marke Rolls Royce.

Es war wesentlich wahrscheinlicher, auf den Boulevards in Hollywood jemanden im Cadillac zu sehen, als einen Politiker in Washington D.C. Politiker mögen die Gesetztheit eines Lincoln oder Imperial vorgezogen haben, nichts erregte aber mehr Aufmerksamkeit als ein Cadillac.

Verglichen mit europäischen Marken ähnelte Cadillac eher BMW oder Jaguar und weniger Rolls-Royce oder Mercedes-Benz.

Cadillac Model A © wikipedia.org/DougW

Hinter dem Glamour liegt aber immerhin eine Tradition technischer Neuerungen und die Geschichte von Cadillac lässt sich in drei Teile aufgliedern. Da waren die Anfänge mit bescheidenen, sparsamen Autos, dann ging es mit der Firma schnell bergauf zu Erneuerungen wie elektrischer Beleuchtung und Startern, V8-, V12- und V19-Motoren und einer nicht besonders hohen Produktion.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, mit einem vollen Auftragsbuch und einer stärkeren Zentralisierung durch General Motors,  änderte sich die Strategie erneut. Cadillac wurde zu einem Prestigeauto, das in Massenproduktion hergestellt wurde. Die Verkaufszahlen erreichten noch nie dagewesene Höhen, während Heckflossen, Chromteile und die Ausstattung wichtiger wurden, als technischer Fortschritt.

Der Ursprung von Cadillac ist einer Reihe zufälliger Begegnungen zu verdanken und es hätte die Firma wohl nie gegeben, wenn nicht Henry Ford nicht mit einigen seiner Investoren gestritten hätte. Henry Leland spielte eine Schlüsselrolle, er war Ende des 19. Jahrhunderts älter als die meisten amerikanischen Automobilpioniere und ein gut eingeführter Ingenieur. Er war schon fast 60 Jahre alt, als seine Ingenieursfirma das erste Automobil baute. Zuvor wurden Getriebe und Einzylinder-Motoren für Ransom Olds berühmten Curved Dash produziert. Sie waren zuverlässig, gut konstruiert und der Konkurrenz überlegen, was allerdings Olds nicht daran hinderte Lelands letzten Motor aus Kostengründen abzulehnen.

Während Leland sich noch nach einem neuen Markt umsah, traten die Direktoren der Henry Ford Company an ihn heran und baten ihn die Firma zu kaufen. Henry Ford war gegangen und seine Investoren waren dabei die Firma zu schließen.

Mit einer voll ausgerüsteten Fabrik, in der nichts produziert wurde und mit einem neuen Motor war für Leland sofort klar, dass ein neues Fahrzeug gebaut werden musste. Natürlich konnte der Name Ford nicht verwendet werden und so wurde sie Cadillac genannt. Benannt nach Antoine de la Mothe Cadillac, dem Franzosen, der Detroit gegründet hatte.
Der erste 1902 produzierte Cadillac ließ noch nichts davon erahnen was für exotische Kreationen die Zukunft bringen würde. Wie die damaligen Ford und Olds Modelle war er ein kleines, einfaches Fahrzeug. Lelands Einzylinder-Motor lag horizontal unter dem Sitz und ein Zweiganggetriebe mit Kette trieb die Räder an.

Der Cadillac Model A wurde das erste Mal 1903 auf der New York Automobile Show präsentiert und sofort folgten 2.000 Bestellungen pro Woche. Genaue Produktionszahlen für das erste Jahr gibt es nicht, aber es war ein guter Anfang.

American Austin/American Bantam

September 18th, 2010 by admin

Die American Austin Car Company war ein amerikanischer Automobilhersteller, der 1929 gegründet wurde und mit der British Austin Motor Company verbunden war.

Und so unwahrscheinlich es auch scheinen mag, so ist der kleine American Austin ein entfernter Verwandter des Jeep. 1930 wurde der kleine Vierzylinder-Viersitzer, auf dem in Lizenz gebauten Fahrgestell des Austin Seven, mit amerikanischen Coupé und Roadster Karosserien ausgestattet. Diese waren von Alex de Sakhnofsky entworfen worden.
Leider war der Preis von $445 etwas höher als der des größeren Ford Model A, so dass sich der American Austin nicht gut verkaufte.

American Austin © flickr/Hugo90

Trotzdem hatte der American Austin etwas Besonderes. Er war neu und fiel sofort ins Auge und war so in der Lage eine Nische zu füllen. Aber statt der erwarteten 180.000 wurden nur 9.000 Fahrzeuge verkauft, bevor die Fabrik 1932 ihre Tore schloss.

Die Sache wurde aber von dem Autoverkäufer mit Namen Roy S. Evans gerettet, der die bis dahin unverkauften Fahrzeuge zum Selbstkostenpreis verkaufte und so genug Geld machte um die Produktion 1934 wieder aufzunehmen. Und wieder wurde eine begrenzet Zahl von American Austin Fahrzeugen verkauft auch wenn 1935/36 nicht mal welche gebaut wurden.

1937 kam dann eine überarbeitete Version, der American Bantam, auf den Markt und wieder schrumpfte die Produktion auf nur 800 Stück im Jahr 1940. Insgesamt wurden vom Bantam nur ungefähr 6.000 Stück gebaut, wobei der American Bantam von 1938 als Vorlage für das Auto von Donald Duck diente. Die Produktion wurde dann eingestellt, aber die Firma war noch längst nicht am Ende und begann den ersten Jeep zu entwickeln, der dann zu einer wirklichen Ikone wurde.

Der erste von American Bantam gebaute Jeep basierte auf einem Design von Karl Probst und 2675 Stück wurden gebaut. Einige der Motoren und Fahrgestelle wurden dafür von Austin in Großbritannien importiert  und mit amerikanischen Karosserien versehen.

Da American Bantam aber weder geeignete Motoren hatte, noch über ausreichende Produktionskapazitäten verfügte, um die Bedürfnisse der US Streitkräfte zu befriedigen wurde der Vertrag nach einem Testlauf beendet. Die US Armee entschied sich dann für ein Design von Willys-Overland, das BRC (Bantam Reconnaissance Car) 40 hieß und vergab den Auftrag an Willys und Ford während Bantam weiterhin Jeep Anhänger (T-3) baute.

Der Austin-Healey Sprite MK1

September 11th, 2010 by admin

Einige Theoretiker auf dem Gebiet der Automobile glauben, dass die besten Autmobildesigns ein erkennbares Gesicht haben.

Wenn das wahr ist, haben nur wenige ein hübscheres Gesicht als der Austin-Healey Sprite mit seinem Kühlergrill, der von einem Ohr zum anderen zu grinsen scheint, und den weit offenen leicht erstaunt dreinblickenden Augen.

Diese Details verliehen ihm schnell die Spitznamen „Frog Eye“ oder „Bugeye“ unter denen er auch heute noch bekannt ist. Und es ist sicher als Kompliment zu werten, dass das Design im Suzuki Cappuccino und Honda Beat  in den 1990er Jahren wieder aufgegriffen wurde, um etwas von dem Charme des Originals einzufangen.  Trotzdem fehlt diesen Fahrzeugen etwas wichtiges, der Charakter des Austin-Healey Sprite.

Austin-Healey Spite MK1 © flickr/sykerabbit77

Die Donald Healey Motor Company und Austin hatten sich schon zusammengetan, um den Austin-Healey 100 zu bauen und 1958 wurde sein kleiner Bruder der Sprite geboren. Ein kleiner spartanisch ausgestatteter Sportwagen der erstens günstig war und zweitens auf dem Motor und Fahrgestell des Austin A 35 und Teilen des Morris Minor basierte.

Um an den modifizierten Motor mit Doppelvergaser zu kommen, konnte man die gesamte Motorhaube einschließlich der Kotflügelabdeckungen anheben und hatte so einen optimalen Zugang zur Maschine. Diese leistete 43 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h.

Die Scheinwerfer, denen der Austin-Healey Sprite seinen Namen verdankt sollten eigentlich einklappbar sein, was aus Kostengründen verworfen wurde.
Auch einen richtigen Kofferraum mit Kofferraumklappe hatte der Sprite nicht. Gepäck konnte man nur in einem Stauraum hinter den Sitzen verstauen.

Insgesamt vermittelte der Austin-Healey Sprite MK1, von dem zwischen 1958 und 1961 38.999 Stück gebaut wurden, mit seinen knapp 3,5 Metern Länge das typisch britische Sportwagengefühl und machte sich selbst auf kurvigen engen Straßen gut.

Die Chevrolet Corvette C2/C3

September 4th, 2010 by admin

Die Chevrolet Corvette C2 war die erste Sting Ray Generation und bot neben dem Cabrio auch noch ein Coupé an.

Das 1963er Coupé wurde wegen seiner geteilten Heckscheibe Split-Window genannt und war nicht mehr wie zuvor von Harlesy Earl, sondern von Bill Mitchel entworfen worden. Da der Mittelsteg der Heckscheibe aber angeblich die Sicht nach hinten behinderte, ging man ab 1964 wieder zur ungeteilten Heckscheibe über. So ist es auch kein Wunder, dass heute die Corvettes mit dem Split-Window zu den begehrtesten Corvettes überhaupt gehören.

1963 war die Corvette nach gründlicher Überarbeitung nicht mehr so geschwungen wie ihr Vorgänger und Drehscheinwerfer, die später auch als Klappscheinwerfer wiederkehrten und erst 2005 endgültig verschwanden,  ersetzten die bisherigen.

Dem Modell von 1964 fehlten die großen Lüftungsschlitze auf der Motorhaube und beim Modell von 1965 wurden die zwei waagerechten Lüftungsschlitze in den vorderen Kotflügeln durch drei senkrechte ersetzt. Das Modell von 1966 hatte einen verbreiterten Mittelsteg auf der Motorhaube und in der letzten Version von 1967 noch einen Lüftungsschlitz. Aus den drei Lüftungsschlitzen am Kotflügel wurden fünf.

Corvette Stingray © flickr/http2007

Die Sting Ray Generation, die zwischen 1963 und 1967 entworfen wurde, kam aus der Feder von Larry Shinoda. Und auch wenn Coupé und Cabrio zu Anfang noch in gleicher Stückzahl gebaut wurden, so stellte sich doch schnell heraus, dass das Cabrio das beliebtere war. GM-Designerchef Bill Mitchell und Larry Shinoda konstruierten die gesamte Karosserie neu und orientierten sich dabei am Rennwagen Stingray von 1958. Wichtigste Veränderung war die Einzelradaufhängung hinten, die endlich die Starrachse ablöste und die Scheibenbremsen, die die Modelle ab 1965 hatten.

Die sportliche Version Corvette Grand Sport, die 1963 von Zora Arkus Duntov entwickelt und in einer limitierten Auflage von nur 5 Stück gebaut wurde, wird seit 2009 in den USA und Südafrika unter dem Markennamen Superperformance Corvette Grand Sport in Serie gebaut.

Im Herbst 1967 wurde dann auch die C3 eingeführt, die auch Stingray genannt wurde und von David Holls designt wurde. Die Corvette C3 wird wegen ihres deutlichen Kotflügelschwungs auch „Coke-bottle-shape-Corvette“ genannt. Bei diesem Modell schienen praktische Belange hinter designerischen zurückstehen zu müssen. Der Scheibenwischer waren hinter einer herausfahrbaren Abdeckung verborgen, was in Gegenden mit Frost zu Problemen führen konnte und die Probleme mit der Motorkühlung konnten erst durch zusätzliche Öffnungen in der Frontschürze  und eine Spoilerlippe behoben werden. Leider ließ bei diesem Modell auch die Verarbeitungsqualität stark zu wünschen übrig. Von 1969 bis 1975 trugen die Modelle auf dem vorderen Kotflügel die Bezeichnung Stingray ab 1973 war der vordere Stoßfänger aus Polyurethan, ab 1974 auch der hintere.

1978 wurde die senkrechte Heckscheibe von einer Glaskuppel hinter der B-Säule, ähnlich wie beim Porsche, abgelöst. Bedingt durch die mit der Ölkrise verbundenen Benzinpreiserhöhungen und Erhöhungen der Versicherungsprämien für leistungsstarke Fahrzeuge wurde die Motoren von einer Höchstleistung bis 1971 von 435 bhp auf 270 bhp und schließlich 230 bhp reduziert.

Anfang der 1980 Jahre war die Konkurrenz aus Japan dann so übermächtig, dass ein Nachfolger entwickelt werden musst.

Die Chevrolet Corvette C1

August 28th, 2010 by admin

Als Auswanderer versuchte Louis Chevrolet im Jahre 1900 in Detroit sein Glück zuerst als Autoverkäufer, bis er dann 1911 zusammen mit seinem Partner William Durandt die Firma Chevrolet gründete.

Vom General Motors Konzern wurde diese später dann sogar zu seiner erfolgreichsten Marke ausgebaut.

Das Corvette Logo setzt sich zusammen aus einer stilisierten Schwertlilie und einer karierten Flagge. Erst war statt der Schwertlilie die amerikanischen Flagge geplant, diese konnte aber nicht verwendet werden, da amerikanische Flaggen auf kommerziellen Produkten verboten sind.

Chevrolet Corvette © flickr/Mr. T in DC

Bis man 1953 die Chevrolet Corvette das erste Mal  in New York präsentierte, sie war nach dem Crosley Hotshot/Supersport erst der zweite rein amerikanische Sportwagen, waren bei Chevrolet nur solide Gebrauchsfahrzeuge gebaut worden.

Von Anfang an stieß die Corvette auf großes Interesse beim Publikum und wurde für die Amerikaner schnell zu einem mindestens ebenso großen Mythos wie der Porsche 911 für Deutschland oder der Ferrari für Italien.

Die Corvette C1 die von 1953 bis 1962 gebaut wurde, hatte eine Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunstharz und die Technik von anderen Chevrolet Modellen. Der Motor war ein leicht veränderter Blue Flame-Sechzylindermotor aus einem Lastwagen, dessen Leistung durch eine höhere Verdichtung und einen Carter-Dreifachvergaser auf 145 PS gesteigert wurde. Den Sprint von 0 auf 100 km/h schaffte die Corvette in beachtlichen 8 Sekunden. Am Anfang standen eine Zweigang-Automatik und ein Handschaltgetriebe zur Wahl, die Verkaufszahlen stiegen aber erst so richtig mit Einführung des Chevrolet V8-Motors, dessen 4,6-Liter-Version Chefingenieur Zora Arkus-Duntov mit einem Dreigang-Schaltgetriebe kombinierte.

1958 wurde die Chevrolet Corvette verlängert und verbreitert und mit Doppelscheinwerfern versehen. Und obwohl eine Motorenpalette von einem V8-Motor mit 230 PS bis zu einem mit 290 P’S und Benzineinspritzung reichte, war die Grundversion mit dem völlig ausreichenden 4,6-Liter-Motor die beliebteste.

Das Fahrzeug, das 1959 auf den Markt kam, war mit seinem Vorgänger fast identisch, es fehlten lediglich die Chromzierleisten am Heck und die großen Lüftungsschlitze auf der Motorhaube.

Bevor die Corvette C1 von der C2 im Jahr 1963 abgelöst wurde, wurde sie ein letztes Mal überarbeitet. Die Front blieb weitestgehend gleich, allerdings wurde das Heck komplett überarbeitet und das klassische Boot-Heck entstand, das in der kompletten C2 Baureihe erhalten blieb und auch bei den C3 Modellen noch erkennbar war.
Briggs Cunningham nahm 1960 mit mehreren Modellen am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil mit dem 8. Platz als bestem Ergebnis.

Chrysler Letter Series

August 21st, 2010 by admin

Die glorreichen Jahre für leistungsstarke Fahrzeuge waren die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg.

In Europa kamen die großen Marken Ferrari, Porsche, Jaguar, Mercedes, Maserati und Aston-Martin auf, aber in den USA wuchs etwas anderes.  Die Muscle Cars wurden geboren. Während GM an der Corvette und Ford an dem Thunderbird arbeiteten, ging Chrysler einen anderen Weg. Die Chrysler Letter Series.

Der Chrysler 300 basierte auf einer zweitürigen Limousine und war für mehrere Jahre das schnellste und stärkste amerikanische Fahrzeug.

Chrysler 300 © flickr/KaliTipps

Der Chrysler C-300 wurde 1955 erstmals vorgestellt und sollte das neue Zugpferd der Modellpalette werden. Das Design ähnelte dem anderer Chrysler-Fahrzeuge, da viele Teile aus der bestehenden Produktion verwendet wurden. So basierte der Chrysler C-300 dann auch auf dem Chrysler New Yorker, hatte die Heckpartie des Chrysler Windsor und Teile der Frontpartie und das Armaturenbrett stammten vom Chrysler Imperial.
Angetrieben wurde der Chrysler C-300 von einem Hemi-V8 Motor mit 5,7 Litern Hubraum und 220 kW. Die Bezeichnung 300 wies auf die Leistung von 300 hp hin. Es war das stärkste amerikanische Serienfahrzeug der damaligen Zeit, was 37 Siege und ein Geschwindigkeitsrekord von 205 km/h (in Daytona Beach) bei NASCAR-Rennen und Rennen der American Automobile Association bestätigten.
Die Bezeichnung C stand ursprünglich übrigens für Coupé, obwohl in Anbetracht der noch folgenden Letter Cars 300A auch denkbar gewesen wäre. Es wurden vom 1955er Chrysler 1725 Stück verkauft.

Der 300B erschien 1956 mit höheren Heckflossen und weiteren in den USA jährlich üblichen Änderungen. Die Kunden konnten zwischen einem 5,8-Liter-V8 mit 254 oder 265 kW wählen. Und zusätzlich zum 2-Gang- Automatikgetriebe gab es auch die 3-Gang-Automatik- und  ein 3-Gang-Schaltgetriebe. 1102 Chrysler 300B wurden produziert.

Der 300C aus dem Modelljahr 1957 wer vom Design her komplett überarbeitet worden und folgte dem Forward-Look mit hohen geradlinig ansteigenden Heckflossen. Sie waren nach Vorbild des Ghia Glida gestaltet, ein 1955 von Giovanni Sovanuzzi gestaltetes Show-Car. Es gab den 300C erstmals auch als Cabrio. Der Motor leistete 280 kW bei einem Hubraum von 6,4 Litern. Eine Kleinstauflage von 18 Fahrzeugen brachte sogar 290 kW Leistung. Insgesamt wurden 2402 Chrysler 300C verkauft.

Im Chrysler 300D von 1958 wurde der Hemi-V8 Motor zum letzten Mal verwendet. Er hatte als Standard eine Leistung von 283 kW und einem Hubraum von 6,4 Litern. Eine elektronische Einspritzanlage mit einer Leistung von 290 kW erwies sich als zu störanfällig und wurde nur bei 35 Fahrzeugen eingebaut. Wegen der schlechten Wirtschaftslage wurden nur 809 Chrysler 300D verkauft.

Der 1959er Chrysler 300E hatte einen 6,8 Liter-V8 Motor mit keilförmigen Brennräumen und 45 Kilogramm weniger Gewicht bei fast gleicher Leistung. Da die Hemi-Motoren jedoch sehr beliebt waren und die Wirtschaftslage auch noch schlecht wurden vom 300E nur 647 Stück verkauft.

Beim Chrysler 300F aus dem Jahr 1960 wurde die Leistung des V8 Motors auf bis zu 300 kW gesteigert. Durch den sogenannten „cross-ram“, einen speziellen Ansaugtrakt wurde bereits in einem niedrigen Drehzahlbereich eine hohe Leistung erreicht. Die Karosserie war jetzt selbsttragend und entsprach mit ihrer kantigen Gestalt dem Geschmack der Zeit. 1212 Stück wurden verkauft.

Beim Chrysler 300G aus dem Jahr 1961 stand ein neues Dreiganggetriebe zur Wahl und sämtliche andere Änderungen waren zumeist optischer Natur. Eine stark überarbeitete Frontpartie sollte neue Käufer anlocken. Es wurden 1617 Chrysler 300G verkauft.

Beim 1962er Chrysler 300H gab es einige Neuerungen. So wurde als Einsteigermodell der Chrysler 300 als „non-letter series“ vorgestellt und ersetzte die bisherige Windsor-Reihe. Die Ausstattung war einfacher als die der Letter Cars und man bekam den 300 auch mit einem 6,3 Liter-V8. Außerdem gab es die 300-Modelle nun auch mit 4 Türen. Optisch waren beide ähnlich besonders vielen die nur noch als Andeutung vorhandenen Heckflossen auf. Und beide basierten statt auf dem Chrysler New Yorker jetzt auf dem Windsor und waren so auch gleich um einiges leichter. Vom Chrysler 300H wurden 558 und vom 300 25.020 gebaut.

Da der Buchstabe I ausgelassen wurde kam 1963 der Chrysler 300J auf den Markt. Er hatte keine Heckflossen mehr und war vom Design her wesentlich runder. Den 300J gab es nur noch als Coupé, den 300 auch weiterhin als Cabrio und zwei- und viertürige Limousine. Die viertürige Limousine war jedoch der Chrysler Saratoga, der in Kanada als Chrysler 300 angeboten wurde. Die Leistung des 6,8 Liter-V8 Motors war leicht gesteigert worden und vom 300J wurden 400 Fahrzeuge produziert.

300L © flickr/Hugo90

Den 300K von 1964 gab es ansatzweise wieder mit Heckflossen und auch wieder als Cabrio. Die Innenausstattung war etwas spartanischer und die Motorisierung des Basismodells weniger aufwendig, was auch einen niedrigeren Preis nach sich zog. Mit einem Standard-Ansaugtrakt und Vierkammervergaser brachte es der 6,8 Liter-V8 Motor auf eine Leistung von 268 kW. 3647 Stück des 300K wurden gebaut.

Der 300L war der letzte Vertreter der klassischen Letter Series und entsprach mit seiner geraden Linienführung dem Geschmack der Zeit. Den 6,8 Liter-V8 Motor gab es nicht mehr mit cross-ram und auch die „non-letter“ Modelle konnte man mit sämtlichen Extras der Letter Cars bekommen, so dass die Modelle nur noch an den Typenschildern zu unterscheiden waren. Die Karosserievarianten blieben gleich und vom Chrysler 300L wurden 2845 Stück verkauft.

Jaguar XK120

August 14th, 2010 by admin

Als der Jaguar XK120 1948 auf der Londoner Motorshow vorgestellt wurde, war er eine Sensation, und noch heute erregt der Sportwagen Aufsehen.

Das neue Fahrzeug von Jaguar sah nicht nur wunderschön aus und war sehr schnell, es hatte auch den ersten Motor von Jaguar mit doppelt oben liegender Nockenwelle und wurde noch dazu zu einem unglaublich günstigen Preis verkauft. Und all dies obwohl der Jaguar XK120 in sehr kurzer Zeit entwickelt wurde und nie dazu gedacht war in größeren Stückzahlen verkauft zu werden.

Noch während des Zweiten Weltkriegs arbeitete man bei Jaguar an neuen Motoren für die großen Limousinen und das Problem für den Jaguar Chef William Lyons war, dass der neue Motor längst fertig war, bevor es überhaupt ein Fahrzeug dafür gab. Kurzfristig sollte dann statt eines Fahrzeugs mit 3,048 Meter Radstand ein Fahrzeug mit 2,591 Meter Radstand für den neuen Motorgebaut werden. William Lyons machte sich selbst daran einen offenen Zweisitzer Sportwagen zu entwerfen.

Jaguar XK120 © flickr/underwhelmer

Obwohl der Jaguar XK120 schon im Oktober 1948 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, war der Verkaufsstart erst Mitte 1949. Die ersten, und heute bei Sammlern begehrtesten Fahrzeuge, hatten noch einen mit Aluminium verkleideten Eschenholzrahmen, bevor dann 1950/51 die Serienproduktion mit Stahlblechkarosserien startete.

Als der XK120 im Jahre 1954 vom ähnlichen XK 140 abgelöst wurde gab es inzwischen neben dem Roadster (Open Two Seater) auch eine Coupé (Fixed Head Coupé) und ein besser ausgestattetes Cabrio (Drop Head Coupé).

Der 3,4 Liter Motor war einer der stärksten auf der Welt und ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von 200 Stundenkilometern. Gleichzeitig war er aber auch so gut entwickelt, dass auch das Fahren mit geringer Geschwindigkeit im Stadtverkehr ein Vergnügen war. Der Motor war so herausragend, dass später auch die C- und D- Typen, die in den 1950ern in Le Mans Siege einfuhren, damit angetrieben wurden.

Nach heutigen Maßstäben könnte man wohl über die Trommelbremsen und die Lenkung beschweren, niemand aber würde sich negativ über die Beschleunigung oder das Aussehen äußern.

Insgesamt war der Jaguar XK120 ein auf der ganzen Welt recht erfolgreiches Fahrzeug, ein großartiges Rally-Fahrzeug und eine brauchbarer Rennwagen. In den sechs Jahren, in denen der XK 120 produziert wurde, wurden 12.005 Stück gebaut und um ihn zu ersetzen brauchte man ein wirklich gutes Fahrzeug. Allerdings war der neue Jaguar XK140 mit stärkerem Motor auch genau das. Er wurde bis 1961 gebaut und dann vom ersten E-Type abgelöst.

Der Volkswagen SP2

August 7th, 2010 by admin

Zwischen 1972 und 1976 wurde der VW SP2 von Volkswagen do Brasil für den dortigen Markt gebaut. Die Abkürzung SP stand dabei übrigens für São Paulo.

Da in den 1970er Jahren der brasilianische Markt aufgrund hoher Einfuhrzölle für Importe so gut wie geschlossen war, und durchaus ein Bedarf an sportlichen Autos bestand, beschloss man im brasilianischen Volkswagenwerk unter der Leitung von Rudolf Leiding den SP1 und SP2 zu bauen.

Vorgestellt wurde der als Projekt X bezeichnete Prototyp des SP2 dann auch 1971 auf der „Deutschen Industrieausstellung“ in São Paulo.

Volkswagen SP2 © wikipedia.org/Pudong

Dieses dort vorgestellte Fahrzeug diente unter anderem auch Karmann do Brasil als Vorlage zur Herstellung der benötigten Karosseriebauwerkzeuge, da die Stahlkarosserie bei Karman gefertigt und erst dann an VW geliefert wurde.

Basis für das Sportcoupé SP2 war die Plattform des brasilianischen VW 1600 Variant, der Motor war allerdings ein auf 1700 ccm vergrößerter Vierzylinder-Boxermotor, der 65 (DIN)PS leistete.  Der Verbrauch des bis zu 161 km/h schnellen Volkswagen SP2 lag bei 10,5 l/100 km und für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigte er 17,4 Sekunden.

Vom schwächeren SP1 mit 54 (DIN)PS und 149 km/h Höchstgeschwindigkeit wurden nur 162 Stück gebaut. Beide Modelle hatten vorne Scheiben- und hinten Trommelbremsen. Die Länge lag bei 4,217 Metern (Radstand 2,4 Meter), die Breite bei 1,610 Metern und die Höhe bei 1,158 Metern.

Der Innenraum war recht luxuriös mit gepolstertem Armaturenbrett und VDO- Anzeigen, Tacho mit Tageskilometerzähler, Drehzahlmesser, Tankanzeige, Amperemeter, Öltemperaturanzeige und Zeituhr. Die Instrumentenbeleuchtung konnte gedimmt werden und es gab auch einen Aschenbecher mit beleuchtetem Zigarettenanzünder. Die Sitze waren sehr komfortabel, hatten integrierte Kopfstützen und serienmäßig Drei-Punkt-Gurte. Zu haben war die Innenausstattung wahlweise in beige oder schwarz. Und auch zwei Kofferräume hatte der VW SP2. Der vordere fasste 140 Liter, der hintere 205 Liter und war über die große Heckklappe zugänglich.

Beide SP-Modelle waren auch aufgrund des recht hohen Gewichts von 890 Kilogramm nicht gerade sehr leistungsstark weshalb SP auch im allgemeinen Sprachgebrauch auch oft für  Sem Potência  (ohne Leistung) stand. Der brasilianische Puma zum Beispiel war mit ähnlichem Motor deutlich leichter und auch deutlich schneller.

Den Verkauf in andere Länder wie Deutschland und die USA verhinderte ein kleines Konstruktionsdetail; die Frontscheinwerfer lagen zu tief, was Vorschriften in diesen Ländern wiedersprach, und außerdem stand in Deutschland der Scirocco bereits in der Entwicklung, so dass der SP2 ein Konkurrent aus dem eigenen Hause gewesen wäre.

Bis zum Produktionsende im Februar 1976 wurden nur 10.193 Exemplare gebaut.

Der SP3 schaffte es nicht über das Stadium des Prototypen hinaus.