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Die frühe Geschichte von BMW

Sunday, June 20th, 2010

In der Fahrzeugfabrik in Eisenach wurde der englische Austin Seven unter dem Namen „Dixie 3/15 PS“ in Lizenz gebaut.


Nachdem BMW das Werk gekauft hatte, um neben Flugzeugmotoren und Motorrädern auch Autos zu produzieren, wurde der Dixie weiterentwickelt und kam mit unterschiedlichen Karosserien als BMW 3/15 PS DA 2 auf den Markt. Wobei „DA“ für „Deutsche Ausführung“ stand.

Austin Seven 1929 © flickr/Terry Wha

Das Auto wurde sehr populär und half BMW die Weltwirtschaftskrise zu überstehen.

Der 3/15 PS hatte eine Ganzstahlkarosse und war nicht nur äußerst zuverlässig, sondern mit einem Verbrauch von 6 l/100 km auch sehr sparsam. Zur Popularität des Fahrzeugs trugen auch der attraktive Preis von damals 2.200 Reichsmark und die Tatsache, dass es auf Anhieb die „Internationale Alpenfahrt“ gewann, bei. Ganz besonders als BMW dann auch noch die Möglichkeit der Ratenzahlung anbot.

Der letzte BMW 3/15 PS wurde im Frühjahr 1932 ausgeliefert und seine Nachfolge trat der BMW 3/20 PS an, der erste „echte“ BMW. Er trug auch die Bezeichnung „AM 1“ für Automobilkonstruktion München. Der BMW 3/20 PS war gegenüber dem Dixie deutlich fortschrittlicher, hatte obengesteuerte Ventile, Vierradbremse und vorne auch eine Schwingachse.

BMW baute bis zum Krieg die Modellreihen weiter aus. 1933 wurde der 303 vorgestellt, 1935 der 326, 1936 der Sport-Roadster 328 und 1937 der 327. Der 328 überzeugte sowohl durch seine Konstruktion als auch durch seine Rennerfolge. Dieses Auto wurde in Großbritannien in Lizenz als Frazer-Nash nachgebaut und BMW machte sich außerdem einen Namen als Produzent von Sechszylinder Motoren.

Vor und während des Krieges war dann allerdings die Produktion von Flugzeugmotoren wieder so wichtig geworden, dass die Motorrad- und Autoproduktion zur Nebensache wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Automobilwerk in Eisenach für BMW verloren, das es unter russischer Verwaltung stand, und das Stammwerk in München war größtenteils zerstört.

Außerdem waren bis dahin in München nie Autos produziert worden, so dass man sich nach dem Krieg erst mal mit der Produktion von Motorrädern, Kochtöpfen und Fahrzeugbremsen über Wasser hielt.

Man entschied sich dann in München gegen die Produktion  des BMW 531, von dem nur ein fahrbereites Versuchsmodell gebaut wurde, bevor das Projekt endgültig zu den Akten gelegt wurde.

Ab 1951 lief dann der BMW 501 vom Band, ein mit einem Vorkriegs-Sechzylinder ausgestattetes Fahrzeug, dass aufgrund seiner geschwungenen Formen schnell den Namen Barockengel bekam. Ab 1954 war das Fahrzeug dann auch mit V8-Motor als BMW 502 zu haben. Dieser V8-Motor war der erste V8-Leichtmetallmotor der Welt.

MHV_BMW_503_Coupé_03

Auch wenn der BMW 501/502 gut für das Image von BMW war, so war er doch finanziell kein Erfolg.

Da sich der BMW V8-Motor gut zum Antrieb eines Sportwagens zu eignen schien, wurden das Modell 507, ein zweisitziger Sportwagen, und das Modell 503, ein etwas größeres Coupé und Cabriolet, gebaut. Sie wurden zusammen mit der Isetta 1955 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main präsentiert.

Obwohl der 503 als der schönste je gebaute Sportwagen galt, wurden bis 1959 nur 412 Exemplare gebaut, davon 139 als Cabrio.

1923 Austin Seven

Monday, March 1st, 2010

In den 1920er und 1930er Jahren war der kleine Austin Seven der meistverkaufte Kleinwagen in Großbritannien.

Er war in mancher Beziehung genau so populär wie der Mini, der Jahrzehnte später auf den Markt kommen sollte. Alles an dem Auto, angefangen bei der Karosserie, über die Aufhängung und das Getriebe, war neu an dem Austin Seven und noch dazu war er mit 363 Kilogramm ausgesprochen leicht.

Austin Seven © flickr/exfordy

Und er war auch ein wirklich günstiges Auto, das sich fast jeder leisten konnte. Nur der am Fließband produzierte Ford Model T war zur damaligen Zeit noch günstiger. Und auch wenn der Austin Seven nicht besonders schnell war, was in Anbetracht seiner nicht besonders guten Bremsen auch gut so war, hatte er das gewisse Etwas, das die Käufer ansprach.

Viel Platz hatte man nicht auf den vier Sitzen in dem kleinen zweitürigen Auto, dafür war bei einem Radstand von nur 1.900 Millimeter einfach nicht genug Raum. Aber es wurden immerhin mehr als 10.000 in jedem Jahr verkauft (290.000 zwischen 1922 und 1939). Die ersten 747 cc Motoren hatten nur ungefähr eine Leistung von 11 PS, wurde aber im Laufe der Jahre auf circa 17 PS verbessert. So war dann immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von 50 mph erreicht.

Allerdings sagte man, dass nur Masochisten schneller als 35 mph mit diesem Fahrzeug fahren. Der Motor fand übrigens später noch Verwendung im dreirädrigen Reliant.