Die American Austin Car Company war ein amerikanischer Automobilhersteller, der 1929 gegründet wurde und mit der British Austin Motor Company verbunden war.
Und so unwahrscheinlich es auch scheinen mag, so ist der kleine American Austin ein entfernter Verwandter des Jeep. 1930 wurde der kleine Vierzylinder-Viersitzer, auf dem in Lizenz gebauten Fahrgestell des Austin Seven, mit amerikanischen Coupé und Roadster Karosserien ausgestattet. Diese waren von Alex de Sakhnofsky entworfen worden.
Leider war der Preis von $445 etwas höher als der des größeren Ford Model A, so dass sich der American Austin nicht gut verkaufte.
Trotzdem hatte der American Austin etwas Besonderes. Er war neu und fiel sofort ins Auge und war so in der Lage eine Nische zu füllen. Aber statt der erwarteten 180.000 wurden nur 9.000 Fahrzeuge verkauft, bevor die Fabrik 1932 ihre Tore schloss.
Die Sache wurde aber von dem Autoverkäufer mit Namen Roy S. Evans gerettet, der die bis dahin unverkauften Fahrzeuge zum Selbstkostenpreis verkaufte und so genug Geld machte um die Produktion 1934 wieder aufzunehmen. Und wieder wurde eine begrenzet Zahl von American Austin Fahrzeugen verkauft auch wenn 1935/36 nicht mal welche gebaut wurden.
1937 kam dann eine überarbeitete Version, der American Bantam, auf den Markt und wieder schrumpfte die Produktion auf nur 800 Stück im Jahr 1940. Insgesamt wurden vom Bantam nur ungefähr 6.000 Stück gebaut, wobei der American Bantam von 1938 als Vorlage für das Auto von Donald Duck diente. Die Produktion wurde dann eingestellt, aber die Firma war noch längst nicht am Ende und begann den ersten Jeep zu entwickeln, der dann zu einer wirklichen Ikone wurde.
Der erste von American Bantam gebaute Jeep basierte auf einem Design von Karl Probst und 2675 Stück wurden gebaut. Einige der Motoren und Fahrgestelle wurden dafür von Austin in Großbritannien importiert und mit amerikanischen Karosserien versehen.
Da American Bantam aber weder geeignete Motoren hatte, noch über ausreichende Produktionskapazitäten verfügte, um die Bedürfnisse der US Streitkräfte zu befriedigen wurde der Vertrag nach einem Testlauf beendet. Die US Armee entschied sich dann für ein Design von Willys-Overland, das BRC (Bantam Reconnaissance Car) 40 hieß und vergab den Auftrag an Willys und Ford während Bantam weiterhin Jeep Anhänger (T-3) baute.




