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American Austin/American Bantam

Saturday, September 18th, 2010

Die American Austin Car Company war ein amerikanischer Automobilhersteller, der 1929 gegründet wurde und mit der British Austin Motor Company verbunden war.

Und so unwahrscheinlich es auch scheinen mag, so ist der kleine American Austin ein entfernter Verwandter des Jeep. 1930 wurde der kleine Vierzylinder-Viersitzer, auf dem in Lizenz gebauten Fahrgestell des Austin Seven, mit amerikanischen Coupé und Roadster Karosserien ausgestattet. Diese waren von Alex de Sakhnofsky entworfen worden.
Leider war der Preis von $445 etwas höher als der des größeren Ford Model A, so dass sich der American Austin nicht gut verkaufte.

American Austin © flickr/Hugo90

Trotzdem hatte der American Austin etwas Besonderes. Er war neu und fiel sofort ins Auge und war so in der Lage eine Nische zu füllen. Aber statt der erwarteten 180.000 wurden nur 9.000 Fahrzeuge verkauft, bevor die Fabrik 1932 ihre Tore schloss.

Die Sache wurde aber von dem Autoverkäufer mit Namen Roy S. Evans gerettet, der die bis dahin unverkauften Fahrzeuge zum Selbstkostenpreis verkaufte und so genug Geld machte um die Produktion 1934 wieder aufzunehmen. Und wieder wurde eine begrenzet Zahl von American Austin Fahrzeugen verkauft auch wenn 1935/36 nicht mal welche gebaut wurden.

1937 kam dann eine überarbeitete Version, der American Bantam, auf den Markt und wieder schrumpfte die Produktion auf nur 800 Stück im Jahr 1940. Insgesamt wurden vom Bantam nur ungefähr 6.000 Stück gebaut, wobei der American Bantam von 1938 als Vorlage für das Auto von Donald Duck diente. Die Produktion wurde dann eingestellt, aber die Firma war noch längst nicht am Ende und begann den ersten Jeep zu entwickeln, der dann zu einer wirklichen Ikone wurde.

Der erste von American Bantam gebaute Jeep basierte auf einem Design von Karl Probst und 2675 Stück wurden gebaut. Einige der Motoren und Fahrgestelle wurden dafür von Austin in Großbritannien importiert  und mit amerikanischen Karosserien versehen.

Da American Bantam aber weder geeignete Motoren hatte, noch über ausreichende Produktionskapazitäten verfügte, um die Bedürfnisse der US Streitkräfte zu befriedigen wurde der Vertrag nach einem Testlauf beendet. Die US Armee entschied sich dann für ein Design von Willys-Overland, das BRC (Bantam Reconnaissance Car) 40 hieß und vergab den Auftrag an Willys und Ford während Bantam weiterhin Jeep Anhänger (T-3) baute.

Der Austin-Healey Sprite MK1

Saturday, September 11th, 2010

Einige Theoretiker auf dem Gebiet der Automobile glauben, dass die besten Autmobildesigns ein erkennbares Gesicht haben.

Wenn das wahr ist, haben nur wenige ein hübscheres Gesicht als der Austin-Healey Sprite mit seinem Kühlergrill, der von einem Ohr zum anderen zu grinsen scheint, und den weit offenen leicht erstaunt dreinblickenden Augen.

Diese Details verliehen ihm schnell die Spitznamen „Frog Eye“ oder „Bugeye“ unter denen er auch heute noch bekannt ist. Und es ist sicher als Kompliment zu werten, dass das Design im Suzuki Cappuccino und Honda Beat  in den 1990er Jahren wieder aufgegriffen wurde, um etwas von dem Charme des Originals einzufangen.  Trotzdem fehlt diesen Fahrzeugen etwas wichtiges, der Charakter des Austin-Healey Sprite.

Austin-Healey Spite MK1 © flickr/sykerabbit77

Die Donald Healey Motor Company und Austin hatten sich schon zusammengetan, um den Austin-Healey 100 zu bauen und 1958 wurde sein kleiner Bruder der Sprite geboren. Ein kleiner spartanisch ausgestatteter Sportwagen der erstens günstig war und zweitens auf dem Motor und Fahrgestell des Austin A 35 und Teilen des Morris Minor basierte.

Um an den modifizierten Motor mit Doppelvergaser zu kommen, konnte man die gesamte Motorhaube einschließlich der Kotflügelabdeckungen anheben und hatte so einen optimalen Zugang zur Maschine. Diese leistete 43 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h.

Die Scheinwerfer, denen der Austin-Healey Sprite seinen Namen verdankt sollten eigentlich einklappbar sein, was aus Kostengründen verworfen wurde.
Auch einen richtigen Kofferraum mit Kofferraumklappe hatte der Sprite nicht. Gepäck konnte man nur in einem Stauraum hinter den Sitzen verstauen.

Insgesamt vermittelte der Austin-Healey Sprite MK1, von dem zwischen 1958 und 1961 38.999 Stück gebaut wurden, mit seinen knapp 3,5 Metern Länge das typisch britische Sportwagengefühl und machte sich selbst auf kurvigen engen Straßen gut.

1923 Austin Seven

Monday, March 1st, 2010

In den 1920er und 1930er Jahren war der kleine Austin Seven der meistverkaufte Kleinwagen in Großbritannien.

Er war in mancher Beziehung genau so populär wie der Mini, der Jahrzehnte später auf den Markt kommen sollte. Alles an dem Auto, angefangen bei der Karosserie, über die Aufhängung und das Getriebe, war neu an dem Austin Seven und noch dazu war er mit 363 Kilogramm ausgesprochen leicht.

Austin Seven © flickr/exfordy

Und er war auch ein wirklich günstiges Auto, das sich fast jeder leisten konnte. Nur der am Fließband produzierte Ford Model T war zur damaligen Zeit noch günstiger. Und auch wenn der Austin Seven nicht besonders schnell war, was in Anbetracht seiner nicht besonders guten Bremsen auch gut so war, hatte er das gewisse Etwas, das die Käufer ansprach.

Viel Platz hatte man nicht auf den vier Sitzen in dem kleinen zweitürigen Auto, dafür war bei einem Radstand von nur 1.900 Millimeter einfach nicht genug Raum. Aber es wurden immerhin mehr als 10.000 in jedem Jahr verkauft (290.000 zwischen 1922 und 1939). Die ersten 747 cc Motoren hatten nur ungefähr eine Leistung von 11 PS, wurde aber im Laufe der Jahre auf circa 17 PS verbessert. So war dann immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von 50 mph erreicht.

Allerdings sagte man, dass nur Masochisten schneller als 35 mph mit diesem Fahrzeug fahren. Der Motor fand übrigens später noch Verwendung im dreirädrigen Reliant.