Die Chevrolet Corvette C2 war die erste Sting Ray Generation und bot neben dem Cabrio auch noch ein Coupé an.
Das 1963er Coupé wurde wegen seiner geteilten Heckscheibe Split-Window genannt und war nicht mehr wie zuvor von Harlesy Earl, sondern von Bill Mitchel entworfen worden. Da der Mittelsteg der Heckscheibe aber angeblich die Sicht nach hinten behinderte, ging man ab 1964 wieder zur ungeteilten Heckscheibe über. So ist es auch kein Wunder, dass heute die Corvettes mit dem Split-Window zu den begehrtesten Corvettes überhaupt gehören.
1963 war die Corvette nach gründlicher Überarbeitung nicht mehr so geschwungen wie ihr Vorgänger und Drehscheinwerfer, die später auch als Klappscheinwerfer wiederkehrten und erst 2005 endgültig verschwanden, ersetzten die bisherigen.
Dem Modell von 1964 fehlten die großen Lüftungsschlitze auf der Motorhaube und beim Modell von 1965 wurden die zwei waagerechten Lüftungsschlitze in den vorderen Kotflügeln durch drei senkrechte ersetzt. Das Modell von 1966 hatte einen verbreiterten Mittelsteg auf der Motorhaube und in der letzten Version von 1967 noch einen Lüftungsschlitz. Aus den drei Lüftungsschlitzen am Kotflügel wurden fünf.
Die Sting Ray Generation, die zwischen 1963 und 1967 entworfen wurde, kam aus der Feder von Larry Shinoda. Und auch wenn Coupé und Cabrio zu Anfang noch in gleicher Stückzahl gebaut wurden, so stellte sich doch schnell heraus, dass das Cabrio das beliebtere war. GM-Designerchef Bill Mitchell und Larry Shinoda konstruierten die gesamte Karosserie neu und orientierten sich dabei am Rennwagen Stingray von 1958. Wichtigste Veränderung war die Einzelradaufhängung hinten, die endlich die Starrachse ablöste und die Scheibenbremsen, die die Modelle ab 1965 hatten.
Die sportliche Version Corvette Grand Sport, die 1963 von Zora Arkus Duntov entwickelt und in einer limitierten Auflage von nur 5 Stück gebaut wurde, wird seit 2009 in den USA und Südafrika unter dem Markennamen Superperformance Corvette Grand Sport in Serie gebaut.
Im Herbst 1967 wurde dann auch die C3 eingeführt, die auch Stingray genannt wurde und von David Holls designt wurde. Die Corvette C3 wird wegen ihres deutlichen Kotflügelschwungs auch „Coke-bottle-shape-Corvette“ genannt. Bei diesem Modell schienen praktische Belange hinter designerischen zurückstehen zu müssen. Der Scheibenwischer waren hinter einer herausfahrbaren Abdeckung verborgen, was in Gegenden mit Frost zu Problemen führen konnte und die Probleme mit der Motorkühlung konnten erst durch zusätzliche Öffnungen in der Frontschürze und eine Spoilerlippe behoben werden. Leider ließ bei diesem Modell auch die Verarbeitungsqualität stark zu wünschen übrig. Von 1969 bis 1975 trugen die Modelle auf dem vorderen Kotflügel die Bezeichnung Stingray ab 1973 war der vordere Stoßfänger aus Polyurethan, ab 1974 auch der hintere.
1978 wurde die senkrechte Heckscheibe von einer Glaskuppel hinter der B-Säule, ähnlich wie beim Porsche, abgelöst. Bedingt durch die mit der Ölkrise verbundenen Benzinpreiserhöhungen und Erhöhungen der Versicherungsprämien für leistungsstarke Fahrzeuge wurde die Motoren von einer Höchstleistung bis 1971 von 435 bhp auf 270 bhp und schließlich 230 bhp reduziert.
Anfang der 1980 Jahre war die Konkurrenz aus Japan dann so übermächtig, dass ein Nachfolger entwickelt werden musst.




