Dem Model A folgten das Model AC, Model B und Model C.
Das Model AC unterschied sich kaum vom Original, das Model C hatte eine vordere Motorhaube und einen vertikalen Lüfter und das Model B unterschied sich deutlich, da es die Ambitionen Alexander Malcomsons widerspiegelte, eine größeres und teureres Fahrzeug zu bauen. Es war ein Kabrio mit 4670 cc (285 ci) Vierzylinder Motor.
Henry Ford selber mochte das Model B überhaupt nicht, da er darauf aus war günstige Autos zu bauen. 1906 wurden in der Fabrik in der Piquette Avenue in Detroit 100 Fahrzeuge pro Tag produziert und die Angebotspalette umfasste nach wie vor 3 Modelle.

1923 Ford Model T © bsabarnowl/flickr.com
Das Model F war die letzte Zweizylinderentwicklung auf Basis des Model C. Fords Zukunft lag allerdings im Model N. Obwohl es einen 18bhp Vierzylinder mit 2458 cc (150 ci) hatte, kostete das Model N weniger als die Hälfte des Model F. Im Gegensatz dazu war das Model K ein großes Sechszylinder-Fahrzeug und eine teures Luxusmodell das aus den Tagen Alexander Malcomsons übrig geblieben war. Henry Ford musste seine Händler zwingen für jedes 10. georderte Model N auch ein Model K abzunehmen und in zwei Jahren wurden nur 600 Stück verkauft. Nach dieser Erfahrung verzichtete man für viele Jahre auf Sechszylinder-Fahrzeuge. Die Models R und S entsprachen dann schon wieder mehr Fords Vorstellungen.
Aber alle diese Projekte wurden im Oktober 1908 eingestellt, zu Gunsten des Fahrzeugs, das Ford zum Multimillionär machen sollte – dem Model T.
Das Ford Model T war eigentlich nichts besonderes, der neue 2917 cc (178 ci) Vierzylinder-Motor hatte einen abnehmbaren Zylinderkopf, war ansonsten aber recht konventionell und hatte auch das gleiche Getriebe wie alle Ford Fahrzeuge. Es gab verschiedene Karosserien, angefangen beim kleinen zweisitzigen Flitzer bis hin zum Siebensitzer-Stadtauto. Schnell war das Model T der populärste Ford überhaupt, von dem mehr als 10.000 Stück im ersten Jahr verkauft wurden.
Allerdings sahen die ersten Model Ts aus wie teure, limitierte Auflagen, verglichen mit dem was kommen sollte.
Henry Ford war nicht alleiniger Eigentümer seines schnell wachsenden Imperiums, obwohl es dazu noch kommen sollte, aber er hatte die volle Kontrolle und als Ass im Ärmel die große neue Fabrik in Highland Park außerhalb Detroits.
Hier wurde ab August 1913 das Model T am Fließband hergestellt und im ersten Jahr wurden 200.000 Fahrzeuge produziert. Nachdem die Fließbänder mit voller Geschwindigkeit arbeiteten, wurden im folgenden Jahr dann sogar 300.000 Fahrzeuge gebaut. Zwei Jahre später waren es dann schon unglaubliche 738.811. Die Einsparungen in der Produktion waren so enorm, dass Ford sie Gehälter seiner Arbeiter verdoppeln konnte. Der berühmte „Five Dollar Day“ verschaffte Ford eine große Popularität und viele Arbeitssuchende kamen aus dem ganzen Land nach Highland Park. Allerdings waren die Arbeitsbedingungen sehr hart, denn die Geschwindigkeit wurde nun vom Fließband diktiert. Trotzdem wollten alle die $5 täglich verdienen.
Die andere Seite der Einsparungen war ein niedrigerer Preis für das Model T. Hatte es 1908 noch $850 gekostet, so kostete es jetzt $440, war allerdings auch nicht so luxuriös ausgestattet.
Henry Ford war immer darauf aus die Preise zu senken und das Model T für mehr Menschen zugänglich zu machen. So war dann auch 1923 das beste Jahr für das Model T mit mehr als 1,8 Millionen gebauten Fahrzeugen. 1924 kostete die Basisversion des Model T dann auch nur noch $260. Allerdings wurden die Kunden im Laufe der 1920er Jahre immer anspruchsvoller und die Ausstattung des Model T einfach zu spartanisch. So wurde die Produktion dann auch im Mai 1927 eingestellt.