Oldsmobile war ein wahrer Pionier amerikanischer Automobilgeschichte und Ransom Eli Olds baute schon 1886 ein einzigartiges dampfgetriebenes, dreirädriges Auto.
Schon 1897 baute er dann benzingetriebene Autos, die auch in den Verkauf gingen. 1903 als Henry Ford seine Serienproduktion startete, produzierte Oldsmobile bereits 4.000 Curved Dash Fahrzeuge und war der zu der Zeit der größte Autobauer weltweit.
Allerdings nahmen schon ein paar Jahre später die Verkaufszahlen ab und wäre Oldsmobile nicht von General Motors übernommen worden, hätte die Firma sicherlich pleite gemacht und wäre nicht mehr als eine Fußnote in den Geschichtsbüchern.
Aber so blieb die Abteilung seit über 100 Jahren bestehen und noch heute werden Fahrzeuge produziert.
Anders als Ford war Ransom Olds der Spross einer Ingenieursfamilie und fing 1833 an in der Werkstatt seines Vaters zu arbeiten. P.F. Olds & Son bauten Dampfmaschinen und so kam es dann auch zu Ransoms erstem Dampfauto.
Allerdings waren benzingetriebene Fahrzeuge die Zukunft und so bekam Ransom, zusammen mit Madison F. Bates 1895 eine Anzahl an Patenten für ihren Verbrennungsmotor. Im Sommer des folgenden Jahres wurde dieser Motor in eine vierrädrige Karosserie eingebaut und ging im darauffolgenden Jahr in Produktion während Ransom die Olds Company fest in seiner Hand hatte. Die ersten produzierten Fahrzeuge waren Viersitzer mit 5 PS und einer Höchst Geschwindigkeit von knapp 30 Stundenkilometern.
Olds fehlte allerdings das nötige Kapital um die Firma voranzubringen und so wurde eine neue gegründet finanziert von dem Geschäftsmann Samue L. Smith, der sein Vermögen im Bergbau gemacht hatte.
Zuerst operierten die neuen Olds Motor Works von Detroit aus, wo Land und Arbeiter im Überfluss vorhanden waren. Die neue Fabrik brannte allerdings nieder und die Firma zog wieder in den kleinen Ort Lansing, Michigan, indem sie ursprünglich ins Leben gerufen wurde.
In der neuen größeren Fabrik war Sam Smith der Präsident und Ransom Olds sein Stellvertreter. Olds konnte so schließlich weiter machen und Autos produzieren. Diese waren natürlich die berühmten Curved Dash Modelle, so benannt nach ihrem graziös geformten Armaturenbrett. Der Curved Dash hatte unter dem Sitz einen Einzylinder Motor mit 1573 cc (96ci).
Und auch wenn die ersten Olds nicht auf sich bewegenden Fließbändern hergestellt wurden, so entstanden sie doch in Massenproduktion und die Zahlen belegten dies. 1901 verließen 425 Curved Dashes die Fabrik und im folgenden Jahr schon mehr als 2.000. Im darauffolgenden Jahr waren es dann schon doppelt so viele. Bis 1905 waren 6.500 Oldsmobile gebaut worden und wurden sogar nach Europa und Russland exportiert.
Aber der Curved Dash wurde, Dank der Fortschritte im Motorenbau, schnell unmodern und die Sam Smith Familie, der der größte Teil der Firma gehörte, wollte größere und modernere Fahrzeuge bauen. Aber Olds war dagegen und verließ die Firma um REO zu gründen und hatte für ein paar Jahre sogar höhere Verkaufszahlen als Olds.
Smith konnte nun expandieren aber die Dinge liefen nicht so wie geplant. Es gab noch ein paar Veränderungen am Curved Dash, bevor das Projekt dann 1906 beendet wurde. Das Ende kam dann im folgenden Jahr als das neue Model Z ein Flop war.





