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Posts Tagged ‘Ford’

Die Geschichte von Ford Teil 4

Tuesday, February 15th, 2011

Aber auch obwohl Ford einen V8-Motor hatte, der Chevrolet noch fehlte, lag Ford 1936 auch weiterhin hinter Chevrolet.

Und technisch lag Ford auch immer noch hinten. Hydraulische Bremsen gab es erst ab 1939 und vordere Einzelradaufhängung erst ab 1948, ein Jahrzehnt nach den meisten amerikanischen Autoherstellern.

Es wurden Versuche unternommen eine günstigere Alternative zum V8 in Form eines kleineren 2245 cc (137 ci) V8 und eines 3720 cc (227 ci) V6 zu bieten, aber keiner von beiden war erfolgreich.

1959 Ford Thunderbird © exfordy/flickr.com

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs herrschte bei Ford eine gewisse Unordnung. Edsel Ford war 1943 an Krebs gestorben und ein zunehmend gebrechlicher Henry Ford, der inzwischen in seinen 80ern war übernahm wieder das Ruder. Es war eine sich vergrößernde Fabrik mit wenig Führung oder finanzieller Kontrolle.

Die Dinge begannen aber sich zu ändern als Henry Ford II. frisch aus der Navy entlassen im Alter von 26 1945 die Präsidentschaft übernahm. Er lernte nicht nur schnell, sondern brachte auch noch kluge Köpfe aus der Air Force mit, die halfen das Geschäft wieder profitabel zu machen.

Was allerdings die Fahrzeuge anbelangte, so war die einzige Verbesserung im Jahr 1945 eine größere Version des V8 mit jetzt 3933 cc (240 ci).

Die wirklich neuen Ford Modelle kamen nicht vor 1948 auf den Markt und hatten neben einem neuen Styling auch endlich die vordere Einzelradaufhängung. Die Ford Company brauchte such einen neuen obengesteuerten V8 Motor um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Dieser kam allerdings nicht vor 1954.

Das aufregendste Fahrzeug im Jahr 1955 war der Zweisitzer Thunderbird, Fords Antwort auf die Chevrolet Corvette und auch mehr ein vollständiges Auto, mit einem herkömmlichen V8-Motor, manueller Schaltung und auch Komfort im Innenraum, wie zum Beispiel hochkurbelbare Scheiben. Der Thunderbird war kein reiner Sportwagen wie die Corvette sondern mehr ein persönliches Fahrzeug dafür allerdings mit 198 bhp.  Das Styling war ansprechend und der Thunderbird verkaufte sich in weit höheren Zahlen als die Corvette. Er war selbst 1958 als Viersitzer noch populärer.

Die Geschichte von Ford Teil 3

Tuesday, February 1st, 2011

Ein neues Fahrzeug sollte nach Aussage von Ford kommen, allerdings war es noch nicht fertig.

In den sieben Monaten bis zur Fertigstellung des neuen Model A wurde Ford dann auch von Chevrolet übernommen und tausende von Ford Mitarbeitern verloren ihren Job.

Dies kümmerte aber nur wenige als im Dezember 1927 der erste neue Ford seit fast 20 Jahren auf den Markt kam. Vor den Ford Showrooms in Cleveland musste sogar berittene Polizei gerufen werden, um die aufgeregte Menge in Schach zu halten.

1930 Ford Model A © Collector Car Ads/flickr.com

Das Model A, beeinflusst vom Lincoln,  war ganz bestimmt eine Verbesserung gegenüber dem Model T. Es war ein elegantes kleines Fahrzeug und über die Jahre gab es 18 verschiedene Versionen. Der Kombi von 1929 war eine Neuerung, die sehr bald auch von anderen Autoherstellern kopiert wurde.

Und auch unter der Haube des Model A gab es einige Verbesserungen, der Vierzylinder-Motor mit 3310 cc (202 ci) leistete mit 40 bhp doppelt so viel wie das Model T,  das Getriebe war neu und endlich gab es auch Bremsen an allen vier Rädern.

Ford hatte schon fast eine halbe Million Vorbestellungen, bevor das Fahrzeug überhaupt auf dem Markt war und 1929 wurden 1,3 Millionen verkauft. Aber trotz alledem litt auch Ford noch unter der Depression und 1931 sanken die Verkaufszahlen wieder unter die Marke von 1929. Henry reagierte darauf mit Entlassungen von zehntausenden von Arbeitern und zeitweiser Schließung der Fabriken.

Inzwischen hatte das Model A auch Konkurrenz bekommen, zum Beispiel vom Sechszylinder Chevrolet. Ford brachte daraufhin 1932 den Ford Model 18 mit einem V8-Motor mit 3638 cc (222 ci) und 65 bhp. Das neue Fahrzeug war ausgestattet mit mechanischen Trommelbremsen und war rund 128 km/h schnell. Und mit einem Preis der bei §460 startete verkaufte sich das neue Modell zu tausenden. Ford hatte es wieder mal geschafft. Der V8-Motor eignete sich auch gut zum tunen und inspirierte viele Hotrod-Fans.

Es gab noch einen halbherzigen Versuch, ein Vierzylinder-Model 18 zu bauen aber der Bau dieses Model B wurde nach nur 7 Monaten wieder eingestellt, da die amerikanischen Käufer inzwischen über Vierzylindermotoren hinausgewachsen waren.

Die Geschichte von Ford Teil 2

Tuesday, January 4th, 2011

Dem Model A folgten das Model AC, Model B und Model C.

Das Model AC unterschied sich kaum vom Original, das Model C hatte eine vordere Motorhaube und einen vertikalen Lüfter und das Model B unterschied sich deutlich, da es die Ambitionen Alexander Malcomsons widerspiegelte, eine größeres und teureres Fahrzeug zu bauen. Es war ein Kabrio mit  4670 cc (285 ci) Vierzylinder Motor.

Henry Ford selber mochte das Model B überhaupt nicht, da er darauf aus war günstige Autos zu bauen. 1906 wurden in der Fabrik in der Piquette Avenue in Detroit 100 Fahrzeuge pro Tag produziert und die Angebotspalette umfasste nach wie vor 3 Modelle.

1923 Ford Model T © bsabarnowl/flickr.com

Das Model F war die letzte Zweizylinderentwicklung auf Basis des Model C. Fords Zukunft lag allerdings im Model N. Obwohl es einen 18bhp Vierzylinder mit 2458 cc (150 ci) hatte, kostete das Model N weniger als die Hälfte des Model F. Im Gegensatz dazu war das Model K ein großes Sechszylinder-Fahrzeug und eine teures Luxusmodell das aus den Tagen Alexander Malcomsons übrig geblieben war. Henry Ford musste seine Händler zwingen für jedes 10. georderte Model N auch ein Model K abzunehmen und in zwei Jahren wurden nur 600 Stück verkauft. Nach dieser Erfahrung verzichtete man für viele Jahre auf Sechszylinder-Fahrzeuge. Die Models R und S entsprachen dann schon wieder mehr Fords Vorstellungen.

Aber alle diese Projekte wurden im Oktober 1908 eingestellt, zu Gunsten des Fahrzeugs, das Ford zum Multimillionär machen  sollte – dem Model T.

Das Ford Model T war eigentlich nichts besonderes, der neue 2917 cc (178 ci) Vierzylinder-Motor hatte einen abnehmbaren Zylinderkopf, war ansonsten aber recht konventionell und hatte auch das gleiche Getriebe wie alle Ford Fahrzeuge. Es gab verschiedene Karosserien, angefangen beim kleinen zweisitzigen Flitzer bis hin zum Siebensitzer-Stadtauto. Schnell war das Model T der populärste Ford überhaupt, von dem mehr als 10.000 Stück im ersten Jahr verkauft wurden.

Allerdings sahen die ersten Model Ts aus wie teure, limitierte Auflagen, verglichen mit dem was kommen sollte.
Henry Ford war nicht alleiniger Eigentümer seines schnell wachsenden Imperiums, obwohl es dazu noch kommen sollte, aber er hatte die volle Kontrolle und als Ass im Ärmel die große neue Fabrik in Highland Park außerhalb Detroits.

Hier wurde ab August 1913 das Model T am Fließband hergestellt und im ersten Jahr wurden 200.000 Fahrzeuge produziert. Nachdem die Fließbänder mit voller Geschwindigkeit arbeiteten, wurden im folgenden Jahr dann sogar 300.000 Fahrzeuge gebaut. Zwei Jahre später waren es dann schon unglaubliche 738.811. Die Einsparungen in der Produktion waren so enorm, dass Ford sie Gehälter seiner Arbeiter verdoppeln konnte. Der berühmte „Five Dollar Day“ verschaffte Ford eine große Popularität und viele Arbeitssuchende kamen aus dem ganzen Land nach Highland Park. Allerdings waren die Arbeitsbedingungen sehr hart, denn die Geschwindigkeit wurde nun vom Fließband diktiert. Trotzdem wollten alle die $5 täglich verdienen.

Die andere Seite der Einsparungen war ein niedrigerer Preis für das Model T. Hatte es 1908 noch $850 gekostet, so kostete es jetzt $440, war allerdings auch nicht so luxuriös ausgestattet.

Henry Ford war immer darauf aus die Preise zu senken und das Model T für mehr Menschen zugänglich zu machen. So war dann auch 1923 das beste Jahr für das Model T mit mehr als 1,8 Millionen gebauten Fahrzeugen. 1924 kostete die Basisversion des Model T dann auch nur noch $260. Allerdings wurden die Kunden im Laufe der 1920er Jahre immer anspruchsvoller und die Ausstattung des Model T einfach zu spartanisch. So wurde die Produktion dann auch im Mai 1927 eingestellt.

Die Geschichte von Ford Teil 1

Monday, December 20th, 2010

Auch wenn, zumindest in den USA, glauben, dass Henry Ford die Massenproduktion und das Auto erfunden hat, ist das nicht so.

Aber was er getan hat war Autos zu einem niedrigeren Preis zu produzieren, als alle anderen und sie so mehr Menschen zugänglich zu machen. Anders ist es heutzutage, wo viele Menschen einen Kredit beantragen, um sich dann ein Auto kaufen zu können.

Ford war der typische Self-Made Man, dominant, selbstherrlich und hatte seine Firma selbst bis in hohe Alter stets fest im Griff.

Ford Model A © LaertesCTB/flickr.com

General Motors wurde zwar zu einer größeren Firma, doch wer weiß heute noch, dass William C. Durant der Gründer war. Henry Ford dagegen ist ein bekannter Name und das nicht nur in Amerika, sondern auf der ganzen Welt. Fords Bekanntheit hat damit zu tun, dass die Firma den Familiennamen bis heute behalten hat. Henry Ford wurde von seinem Sohn Edsel unterstützt und sein Enkel Henry II. folgte ihm nach. Heute ist William Clay Jr., der ein Ford der vierten Generation ist, der Kopf der Firma.

Henry Ford wurde 1863 als Sohn eines Farmers, der vor der Hungersnot in Irland geflohen war, geboren. Aber auch wenn sich Henry Ford später nach diesem ländlichen Leben zurück sehnte, hatte er doch nie den Wunsch die Farm der Familie zu übernehmen. Der Anblick einer Dampfmaschine hatte schon in jungen Jahren sein Interesse an technischen Dingen geweckt. Direkt nach Beendigung der Schule ging er in eine mechanische Werkstatt in Detroit und wurde letztendlich Chefingenieur von Edison Illuminating Co.

Die meisten anderen Autopioniere waren junge Männer, doch Ford war schon in den 30ern als er sein erstes Auto baute und schon 40 als er die Serienproduktion etablierte. Das erste Fahrzeug baute er in seiner Freizeit in einer Werkstatt hinter seinem Haus und als es fertig war, war es zu groß um durch die Tür zu passen und man musste ein Loch in die Wand schlagen um es heraus zu bekommen. Es war ein Modell mit zwei Zylindern und Kettenantrieb und einer Höchstgeschwindigkeit von 32 Stundenkilometern. Ford verkaufte das Fahrzeug recht schnell um dann ein neues, anspruchsvolleres zu bauen, diesmal mit einem besseren finanziellen Hintergrund und der Aussicht damit in die Produktion zu gehen. Aber die Detroit Automobile Co. war ein Fehlschlag den Henry überwarf sich mit seinen Geldgebern.

Kurze Zeit später gründete er dann die Henry Ford Company und konzentrierte sich diesmal auf einen Rennwagen.  Der berühmte 999 brach einige Rekorde und Henry selbst fuhr den Wagen mit 147.04 Stundenkilometern über den gefrorenen Lake St. Clair. Aber wieder einmal führte ein Streit mit seinen Geldgebern zum Scheitern der Firma.

Der Durchbruch kam 1903, als sich der lokale Kohlehändler Alexander Young Malcolmson einverstanden erklärte, Fords drittes Projekt zu finanzieren. Und diese Mal funktionierte das Ganze dann auch mit einem weiteren einfachen Fahrzeug mit Kettenantrieb und einem 1655 cc Zweizylinder-Motor. Dieses Fahrzeug ähnelte dann auch sehr einem gerade erst von der Henry Ford Co. produzierten Cadillac, was kaum verwunderlich war, da beide von Ford entworfen worden waren. Das Model A war komplett aus gekauften Teilen zusammengebaut, was aber die Käufer nicht zu stören schien, da innerhalb der nächsten 15 Monate 670 Stück verkauft wurden. Das Model A wurde bis 1904 gebaut.

Der Ford Nucleon

Thursday, June 10th, 2010

Der Ford Nucleon aus dem Jahre 1958 war eines der Konzeptfahrzeuge, die es nie bis zur Serienreife geschafft haben.

Es gab nicht einmal einen funktionierenden Prototypen sondern nur ein Modell im Maßstab 3:8. Das Fahrzeug sollte von einem kleinen Reaktor, ähnlich dem bei atombetriebenen U-Booten, angetrieben werden, der sich zwischen den Hinterrädern befand.

Die Passagierkabine befand sich so auch weit vorne, um die Insassen vor der radioaktiven Strahlung zu schützen und wegen des sehr schweren Hecks für eine bessere Gewichtsverteilung zu sorgen. Die Windschutzscheibe war aus einem Stück ohne A-Säulen. Das futuristische Aussehen des Ford Nucleon diente auch als Vorbild für die Fahzeuge in der Computerspielreihe „Fallout“.

Der Reaktor von der Größe eines Maßkruges sollte eine Reichweite von 8.000 Kilometern garantieren. Nachprüfen konnte dies natürlich niemand, da der Ford Nucleon nie gebaut wurde. Auch der Austausch des Reaktors sollte sich leicht bewerkstelligen lassen. Reaktoren in verschiedenen Größen sollten es möglich machen, dass die Fahrer sie nach den persönlichen Bedürfnissen auswählen konnten.

Das Fahrzeug ist ein schönes Beispiel dafür, wie begeistert die Menschen am Anfang des Atomzeitalters von dieser Energie waren und wie sorglos sie mit den Gefahren umgingen. Ganz abgesehen davon waren die Designer zu der Zeit auch nicht bereit zuzugeben, dass etwas nicht möglich sein sollte. Der Ford Nucleon entsprach also voll und ganz dem Zeitgeist.

Glücklicherweise basierte die Idee des Ford Nucleon darauf, dass Kernreaktoren in der Zukunft kleiner und das Abschirmungsmaterial leichter werden würde. Da dies nicht der Fall war, hatte dies Konzeptfahrzeug auch keine Zukunft.

Muscle Car Auktion in San Diego

Friday, May 21st, 2010

Am 19. Juni 2010 wird es bei RM Auctions in San Diego, Kalifornien eine große Muscle Car Auktion unter dem Motto „Classic Muscle and Moderne Performance“ geben.

Unter den Hammer bei der Muscle Car Auktion kommen mehr als 80 Fahrzeuge, die meisten davon gehören einem prominenten Sammler aus Südkalifornien, der sich aus welchen Gründen auch immer davon trennen möchte.

Muscle Car © flickr/SoulRider.222

Nicht weniger als 18 Corvettes, davon eine 1969 Chevrolet Corvette L88, mit allen Dokumenten und wenigen Meilen auf dem Tacho und eine 1965 Chevrolet Fuel-Injected Corvette sollen versteigert werden.

Andere Fahrzeuge werden sein, zwei 1969 Chevrolet Camaro Z28, ein 1970 Pontiac GTO Convertible, ein 1970 Ford Mustang Boss 429, ein 1970 Chevrolet Chevelle LS6 Conbertible, wahrscheinlich das einzige rot-schwarze Modell und eines von 18 noch existierenden Fahrzeugen.

Muscle Car Fans, die nicht nach San Diego reisen wollen oder können, können nachdem sie sich registriert haben telefonisch oder per Internet bieten. Jeder bekommt so die Chance auf sein Traumauto.

Adresse:
Town and Country Resort & Convention Center
500 Hotel Circle North
San Diego, California
92108

Vorschau:
18. Juni 2010 9.00 – 18.00 Uhr
19. Juni 2010 9.00 – 18.00 Uhr

Auktion:
19. Juni 2010 11.00 – 18.00 Uhr
(Alles Pacific Standard Time, PST)

Eintritt:
Besucher der Veranstaltung müssen für 80 Dollar einen Katalog kaufen, der gleichzeitig auch das Ticket für 2 Personen ist.

Mehr Informationen gibt es hier.

Ford Edsel

Monday, March 29th, 2010

Zu seiner Zeit war der Ford Edsel, benannt nach Henry Fords ältestem Sohn, ein Flop. Heute hat er sich zum beliebten Sammlerstück gemausert.

Ganz abgesehen davon, dass die Amerikaner schon mit dem Namen Edsel nicht wirklich etwas anfangen konnten, rief sein Äußeres auch schnell die Moralisten auf den Plan. Stein des Anstoßes war die Form des Kühlergrills. Die einen erinnerte er an ein Pferdekummet oder an einen Toilettensitz, die anderen gar an die Vagina einer Frau. Und in diesem Fall hat im prüden Amerika das Motto „sex sells“ offenbar nicht funktioniert. Dabei gab es zur Einführung 1957 sogar eine extra Edsel-Premierenshow mit bekannten Schauspielern wie Frank Sinatra und Bing Crosby, die von rund 60 Millionen Zuschauern gesehen wurde.

1958 Ranger©flickr/exfordy

Statt der geplanten 200.000 Edsel pro Jahr wurden in zwei Jahren nur etwas mehr als 110.000 Fahrzeuge verkauft und der Edsel wurde zu einer nationalen Legende des Scheiterns.

Rein optisch sollte sich der Edsel von der Masse der amerikanischen Autos abheben und aussehen wie ein Klassiker. Deshalb war der Kühlergrill auch hochkant und nicht quer angebracht und statt der damals üblichen Heckflossen hatte er schlanke Rückleuchten, die eine gewisse Ähnlichkeit mit den Flügeln eines Vogels hatten.
Statt eines Schalthebels gab es in dem Fahrzeug Automatikwähltasten in der Lenkradnabe, was dafür sorgte, dass manchen Amerikaner sich statt zu hupen in einem anderen Gang wiederfanden. Besonders zuverlässig funktionierte die Wähltastenschaltung, Teletouch genannt, auch nicht. Im Winter froren die Schaltseile oft ein.

1958 Citation©flickr/Hugo90

Charakterisiert wurde die Zuverlässigkeit des Edsel damals mit „Every day something else leaks.“ oder gar die von Ford mit „Fix or repair daily.“. Mitverantwortlich für viele technische Mängel war sicher auch der spätere Verteidigungsminister und damalige Ford-Markenchef Robert McNamara, der das Projekt von Anfang an sabotierte.

Von den 1957 angebotenen 4 Modellen, Ranger, Pacer, Citation und Corsair,  in 16 verschiedenen Ausführungen und 90 Farbkombinationen waren 1958 nur noch der Ranger und der Corsair übrig und schon im November 1059 wurde die Produktion eingestellt.

1958 Pacer©flickr/Hugo90