Wer eine Restaurierung eines Klassikers durchführen möchte, muss sich erst mal über den Restaurierungsansatz, beschrieben im vorherigen Restaurierungsartikel, klar werden.
Als erstes müssen hierzu alle Informationen das Fahrzeug betreffend gesammelt werden, am besten in Form einer Bestandsaufnahme. Die Bestandsaufnahme hilft zu erkennen, in welchem Zustand sich der Klassiker befindet und um die richtigen Konservierungsmaßnahmen und das Restaurierungskonzept zu erarbeiten. Man bekommt so auch einen guten Überblick über den Bedarf an Ersatzteilen.
Eine schriftliche und fotografische Dokumentation ist hier sehr sinnvoll, hilft sie doch später die Restaurierung nachzuvollziehen und eventuell gemachte Fehler zu beheben. Auch Kenntnisse über frühere Handwerkstechniken und Materialien sind ebenso wichtig, wie die über damalig Werkzeuge, die beim Bau des Klassikers eingesetzt wurden.
Ein Hauptbestandteil der Restaurierung ist die Konservierung, die Bewahrung des Ist-Zustandes. Die Konservierung dient natürlich nicht ausschließlich dem Korrosionsschutz der Metalle, sondern auch dem Schutz organischer Stoffe wie Leder, Gummi und Holz. Es werden sowohl physikalische als auch chemische Methoden zur Konservierung eingesetzt, um den Zerfallsprozess der Materiealien zu verzögern oder sogar zu verhindern. Hierzu dienen unter anderem spezielle Öle, Wachse, silikonhaltige Mittel, Fette, flüssige Kunststoffe, Fungizide und sogar Herbizide. Besonders im Bereich der Metallkonservierung ist darauf zu achten, dass die verwendeten Konservierungsmittel säurefrei und alterungs- und temperaturbeständig sind.
Auch die Unterbringung des Klassikers in einer geeigneten Umgebung (Klima/Temperatur) ist natürlich eine Konservierungsmaßnahme. Ideal sind hier circa 15 Grad Celsius, 40 Prozent Luftfeuchte, UV-geschützt, keine Ausdünstungen oder Gase, und keine Schädlinge wie Pilze, Insekten, Mäuse oder ähnliches.


