Die Designs von H.F.S. Morgan waren so fortschrittlich, dass für Jahre kaum Veränderungen, außer bei der Karosserie, nötig waren. Elektrisch Lampen und Anlasser wurden verwendet und Bremsen für die Vorderräder.
Neben weiteren Erfolgen im Rennsport verkauften sich die Morgan Fahrzeuge auch im Ausland gut. Ein Monsieur Darmont aus Frankreich kaufte von Morgan ein Patent um das Fahrzeug in Frankreich als Darmont Morgan zu produzieren.
1930 stellte Gwenda Morgan einen neuen Rekord über 117 Meilen/Stunde in einem Einsitzer auf.
1931 kam ein neues Fahrzeug mit drei Vorwärtsgängen und einem Rückwärtsgang auf den Markt.
1933 war für Morgan ein hervorragendes Jahr mit mehreren Weltrekorden und einem neuen Modell mit Ford Motor und einem flachen Kühler. Dies war das begehrteste Dreirad aller Zeiten und die Idee wurde von vielen Firmen kopiert.
1936 wurde, nachdem ein Prototyp getestet worden war, das erste vierrädrige Fahrzeug in London und Paris vorgestellt. Das Neue Auto wurde „Morgan Four Four“ genannt, um es von den Dreirädern zu unterscheiden. Die Karosserie bestand aus einem Eschenholzrahmen, der mit Aluminium verkleidet war, das Ganze auf einem Stahlrahmen. So verbanden sich Haltbarkeit und Leichtigkeit wie man es bei einem Sportwagen erwarten kann. Das Fahrzeug wurde sofort ein Erfolg. Da das Modell auch heute noch, natürlich mit einigen Modifikationen, gebaut wird, ist das am längsten in Serie gebaute Fahrzeug der Welt.
Nach dem Erfolg des vierrädrigen Roadsters folgten 1938 auch schnell ein Viersitzer und ein Drophead Coupé. Das Drophead Coupé hatte eine Windschutzscheibe mit Rahmen, hochgezogene Türen mit Scheibenrahmen und Schiebescheiben und ein fest montiertes klappbares Verdeck. Gebaut wurde das Drophead Coupé bis 1968.
Natürlich wurden auch weiterhin Sportmodelle für den Rennbetrieb gebaut und waren weiterhin erfolgreich.
Auch eine alte Verbindung wurde wiederbelebt, mit der Einführung des Morgan Standard Motors. Dieser 9 PS Seitenventiler wurde auf ausdrücklichen Wunsch von Sir John Black für Morgan gebaut und war mit einem Moss Getriebe verbunden.
Morgan produzierte auch weiterhin Dreiräder, vorwiegend den F4 Viersitzer und den F Super Zweisitzer.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Autoproduktion komplett eingestellt und nur zwei Fachbereiche wurden gehalten, die Reparaturabteilung und die Abteilung für Ersatzteile.
1945 kamen aber viele der fähigen Mitarbeiter wieder zurück in die Firma und die Fahrzeugproduktion konnte wieder aufgenommen werden. Ein Plus für Morgan war, dass trotz Stahlknappheit die Produktion weiter gehen konnte, weil die Eschenholzrahmen mit Aluminium beplankt werden konnten. So war Morgan einer der ersten britischen Autobauer, der wieder im Geschäft war. Nachdem die Regierung dann Stahllieferungen direkt an die Zahl der Exportkunden knüpfte, war Morgan gezwungen mehr zu exportieren. Vertriebshändler in den USA, in Kanada, Südafrika, Südamerika, Australien und Europa wurden gefunden und auf diesen Märkten waren die vierrädrigen Fahrzeuge auch sehr erfolgreich. Der Erfolg der Dreiräder ging allerdings zurück, so dass 1950 beschlossen wurde die Produktion aufzugeben. Die letzten 1946 produzierten Dreiräder wurden in Australien verkauft.
1968 wurde auf der Earls Court Motor Show erstmals der +8 mit einem Rover V8 Aluminium Motor vorgestellt. Der Motor hatte 3,5 Liter Hubraum und 150 PS (110 kW). Das 900 Kilogramm leichte Auto konnte mit für die Zeit sensationellen Fahrleistungen aufwarten und bei vielen Rennen mithalten.
Dieses Modell wurde so bis 1987 gebaut, von 1984 bis 1990 mit Einspritzer und circa 190 PS (140 kW), von 1990 bis 2004 als 3,9 Liter Einspritzer mit 190 PS (140 kW) und von 1998 bis 2001 als 4,6 Liter Einspritzer, zu dem es allerdings unterschiedliche Leistungsangaben gibt, von 190 bis 226 PS (140-166 kW). Die Produktion wurde nur eingestellt, weil die Rover Motoren der Abgasnorm nicht mehr entsprachen. Morgan hat diese Motoren länger verwendet als sonst jemand, sogar länger als Rover selbst.
Noch heute werden die Fahrzeuge bei Morgan in Handarbeit hergestellt und haben den bewährten Eschenholzrahmen. Etwa 650 Fahrzeuge werden pro Jahr gebaut.Die derzeitigen Modelle neben dem Morgan 4/4 sind der Roadster, der Aero 8, der Roadster 4-Seater und der Aeromax.





