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Der VW Golf

Monday, October 11th, 2010

Im Jahr 2002 löste der VW Golf IV den VW Käfer als bis dahin weltweit meistgebauten Pkw ab und wird inzwischen schon in sechster Generation gebaut, wobei der neue Golf VII, der 2012 auf den Markt kommen soll, natürlich schon in Planung ist.

Auch heute noch hat das begehrte Auto viele Freunde und Liebhaber, die natürlich auch immer wieder auf einen Rabatt beim Kauf eines VW Golf hoffen.

Und anders als beim ursprüngliche Golf von 1974 gibt es bei den heutigen Golfmodellen natürlich auch gleich mehrere Modelle zur Auswahl. Vom aktuellen Golf VI gibt es den Golf, den Golf Plus und den Golf Variant.

Golf VI © flickr/Nitram75

Der Golf GTI adidas überzeugt durch sein sportliches Design verbunden mit der Leistungsstärke des Golf TDI. Sein Kurvenverhalten und die exzellente Straßenlage werden schnell überzeugen.

Wer es lieber etwas robuster mag, sollte vielleicht den CrossGolf wählen, der mit 20 Millimeter mehr Bodenfreiheit auch auf unwegsamen Wegen noch gut aussieht.

Mehr Platz im Alltag und auch auf den hinteren Plätzen genügend Sitzcomfort gibt es im Golf Variant, der beim Vergleichstest der Zeitschrift Auto Bild (AutoBild Nr. 45, 06.11.09) auf Platz eins gelandet ist.

Sparsam im Verbrauch ist der Golf Blue Motion, der natürlich auch mit einem geringeren CO2- Ausstoß punkten kann.

Aber egal für welches VW Golf Modell Sie sich auch entscheiden, wichtig ist der Preis und ein möglicher Rabatt den man dann auf seinen Neuwagen oder auch seinen Gebrauchten bekommt.

Ob alt oder neu der VW Golf ist auf alle Fälle ein echter Klassiker.

Der Volkswagen SP2

Saturday, August 7th, 2010

Zwischen 1972 und 1976 wurde der VW SP2 von Volkswagen do Brasil für den dortigen Markt gebaut. Die Abkürzung SP stand dabei übrigens für São Paulo.

Da in den 1970er Jahren der brasilianische Markt aufgrund hoher Einfuhrzölle für Importe so gut wie geschlossen war, und durchaus ein Bedarf an sportlichen Autos bestand, beschloss man im brasilianischen Volkswagenwerk unter der Leitung von Rudolf Leiding den SP1 und SP2 zu bauen.

Vorgestellt wurde der als Projekt X bezeichnete Prototyp des SP2 dann auch 1971 auf der „Deutschen Industrieausstellung“ in São Paulo.

Volkswagen SP2 © wikipedia.org/Pudong

Dieses dort vorgestellte Fahrzeug diente unter anderem auch Karmann do Brasil als Vorlage zur Herstellung der benötigten Karosseriebauwerkzeuge, da die Stahlkarosserie bei Karman gefertigt und erst dann an VW geliefert wurde.

Basis für das Sportcoupé SP2 war die Plattform des brasilianischen VW 1600 Variant, der Motor war allerdings ein auf 1700 ccm vergrößerter Vierzylinder-Boxermotor, der 65 (DIN)PS leistete.  Der Verbrauch des bis zu 161 km/h schnellen Volkswagen SP2 lag bei 10,5 l/100 km und für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigte er 17,4 Sekunden.

Vom schwächeren SP1 mit 54 (DIN)PS und 149 km/h Höchstgeschwindigkeit wurden nur 162 Stück gebaut. Beide Modelle hatten vorne Scheiben- und hinten Trommelbremsen. Die Länge lag bei 4,217 Metern (Radstand 2,4 Meter), die Breite bei 1,610 Metern und die Höhe bei 1,158 Metern.

Der Innenraum war recht luxuriös mit gepolstertem Armaturenbrett und VDO- Anzeigen, Tacho mit Tageskilometerzähler, Drehzahlmesser, Tankanzeige, Amperemeter, Öltemperaturanzeige und Zeituhr. Die Instrumentenbeleuchtung konnte gedimmt werden und es gab auch einen Aschenbecher mit beleuchtetem Zigarettenanzünder. Die Sitze waren sehr komfortabel, hatten integrierte Kopfstützen und serienmäßig Drei-Punkt-Gurte. Zu haben war die Innenausstattung wahlweise in beige oder schwarz. Und auch zwei Kofferräume hatte der VW SP2. Der vordere fasste 140 Liter, der hintere 205 Liter und war über die große Heckklappe zugänglich.

Beide SP-Modelle waren auch aufgrund des recht hohen Gewichts von 890 Kilogramm nicht gerade sehr leistungsstark weshalb SP auch im allgemeinen Sprachgebrauch auch oft für  Sem Potência  (ohne Leistung) stand. Der brasilianische Puma zum Beispiel war mit ähnlichem Motor deutlich leichter und auch deutlich schneller.

Den Verkauf in andere Länder wie Deutschland und die USA verhinderte ein kleines Konstruktionsdetail; die Frontscheinwerfer lagen zu tief, was Vorschriften in diesen Ländern wiedersprach, und außerdem stand in Deutschland der Scirocco bereits in der Entwicklung, so dass der SP2 ein Konkurrent aus dem eigenen Hause gewesen wäre.

Bis zum Produktionsende im Februar 1976 wurden nur 10.193 Exemplare gebaut.

Der SP3 schaffte es nicht über das Stadium des Prototypen hinaus.

Der Karmann Ghia

Saturday, June 5th, 2010

Ab 1949 wurde bei Karmann in Osnabrück das Käfer Cabriolet gebaut. Ein beliebtes Fahrzeug, mit einem gepolsterten Verdeck, das auch Fahrten bei schlechtem Wetter möglich machte und noch dazu leicht zu warten.

Aber schon während dieser Zeit hatte Karmann die Idee, einen wirklich schnittigen Volkswagen zu bauen. Luigi Sere, Chef der Carrozzeria Ghia SpA in Turin, bekam den Auftrag dieses Fahrzeug zu entwerfen.

Die erste Konzeptstudie war 1953 fertig und basierte auf dem Plattformrahmen des Käfers.

Karmann Ghia © Julia Höfer-von Seelen

Im Juli 1955 schließlich konnte der neue VW Karmann Ghia in ansprechendem italienischen Design der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Entgegen so mancher Erwartungen war das neue Fahrzeug kein Cabriolet sondern ein zweisitziges Coupé mit zwei hinteren Notsitzen. Der Gedanke dahinter war, dass es leichter ist, ein Coupé in ein Cabriolet umzuwandeln als umgekehrt.

Aber Dank des Aufbaus des Karmann Ghia, der an eine Glaskanzel erinnerte, konnte man sich zumindest schon vorstellen, wie ein Cabriolet aussehen würde.

Das Chassis des Karmann Ghia war ein überarbeitetes Käfer-Chassis, das lediglich verbreitert werden musste. Der Motor war ein Vierzylinder-Heckmotor mit 30 PS wie im Käfer.
Der Karmann Ghia sah nicht nur gut aus, er passte auch in die Wirtschaftswunder Zeit, in der Luxus wieder gefragt war und war noch dazu erschwinglich.

Im September 1957 wurde dann auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main das lang erwartete Cabriolet vorgestellt, das etwa 10 Prozent teurer war als das Coupé.

Natürlich glänzten weder das Cabriolet noch das Coupé mit außergewöhnlichen Fahreigenschaften, denn der Karmann Ghia war immer noch ein, wenn auch elegantes, Fahrzeug, das auf durchschnittliche Bedürfnisse zugeschnitten war.

Genau wie der Käfer wurde auch der Karmann Ghia ab 1960 mit dem 34 PS Motor und ab 1965 mit dem 40 PS 1,3 Liter Boxermotor ausgestattet.
Auch wenn der Karmann Ghia rund 100 Kilogramm mehr auf die Waage brachte als der Käfer, kam man in ihm recht flott mit 120 Stundenkilometern voran, da die stömungsgünstigere Karosserie diesen Nachteil wieder wett machte. Und das Fahren machte dank der niedrigen Sitzposition und dem tiefen Schwerpunkt einfach Spaß.

Insgesamt war der Karmann Ghia ein typischer Volkswagen bei dem es gelungen war konventionelle Technik mit modernem Design zu kombinieren. In den 20 Jahren in denen er gebaut wurde, wurden mehr als 440.000 Fahrzeuge verkauft.